Soldaten sollen für den Tod des Botanikers Co haften

19. Dez. 2012 – Die ‚Commission on Human Rights‘ hat Strafanzeigen gegen acht Soldaten und ihre beiden Kommandanten gefordert, wegen der Tötung eines angesehenen Botanikers und seiner beiden Assistenten.

Die Empfehlung der CHR kommt zum Zeitpunkt, an dem Präsident Aquino zu zeigen versucht, dass seine Regierung ernsthaft und hart gegen Menschenrechtsverletzungen vorgeht, die das Land seit Jahrzehnten heimsuchen.

Die Kommission sagte in einer Erklärung, dass die Tötung im November 2010 des Botanikers Leonard Co und seiner beiden Assistenten, aufgrund eines Fehlers der Militärs geschah, die die Zivilisten mit Kämpfern verwechselte. Sie verwies auch auf angebliche Versuche, das Verbrechen der Soldaten und ihrer Bataillonskommandeure zu vertuschen.

„Dies war eine Tragödie, die nicht geschehen wäre, wenn die Militärs sorgfältiger humanitäres Völkerrecht zum Schutz des Lebens und der Sicherheit der Zivilbevölkerung beachtet hätten.“ so die Erklärung.

Co und seine beiden Assistenten wurden getötet, während sie an einem Aufforstungsprojekt auf der zentralen Insel Leyte arbeiteten. Dabei hatte das Militär zunächst behauptet, dass sie bei einem Zusammenstoß mit kommunistischen Rebellen, im Kreuzfeuer getötet wurden.

Aber die Ermittler der Kommission stellten später fest, dass es gar kein Feuergefecht gab und Co und seine Helfer getötet wurden, da die Soldaten sie für Aufständische hielten.

„Es war ein Fehler, die Zivilisten nicht von angeblichen Kämpfern zu unterscheiden. Es war ein Fehler, nicht sofort einen Arzt aufzusuchen, um die verwundeten Opfer zu behandeln, die in der Folge dann starben.“ so die Erklärung.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/326895/soldiers-liable-for-death-of-botanist-co-chr