Pablo (Bopha) erste Zwischenbilanz: 73 Tote und Zerstörung

5. Dez. 2012 – „Alleine das Geräusch des Windes klang, als ob der Sturm uns fressen wollte.“ erzählt eine Frau in Davao Oriental, nachdem sie die umgeknickten Bäume und abgerissenen Hausdächer sah. „Das also ist ein Typhoon.“ sagt sie, da dies ihr erster selbst erlebter Typhoon in Mindanao ist.

Zwischen 1945 und 2010 schlugen nur 35 Taifune in Mindanao ein, also jedes zweite Jahr einer und das bei rund 20 Taifunen pro Jahr auf den Philippinen. Im September 1984 traf Supertyphoon „Nitang“ (internat.: Ike) Mindanao mit Windgeschwindigkeiten bis 220 km/h, der schlimmste Taifun, der Mindanao traf. Nitang tötete 1.300 Menschen.

Taifun Pablo (internat.: Bopha) schlug gestern in Mindanao und den Visayas zu: mindestens 73 Tote und mehr als 56.000 Evakuierte Menschen. Um 4:45 Uhr startete er mit seinem „Landfall“ in Baganga, Davao Oriental mit einer Windgeschwindigkeit von 175 km/h. Sein Regen führte zu Schlammlawinen in denen alleine 44 Soldaten und Zivilisten im Compostela Valley tödlich verunglückten.

In Catleen in Davao Oriental starben alleine 23 Bewohner, laut Governor Corazon Malanyaon, die die Hilfe der Armee anforderte, da sie eingeschlossen sind. 145 Flüge wurden storniert und Tausende Passagiere der Fähren strandeten. Große Flächen in Mindanao sind ohne Strom, wobei in einem Fall sogar die Stromversorgung bewusst unterbrochen wurde zum Schutz vor Stromschlägen und Feuer.

In Siquijor sank ein Passagierschiff vor Sabang, seine Besatzung von 6 Mitgliedern und dem Kapitän werden vermisst. Obwohl das Schiff im Hafen lag, brachten große Wellen das Schiff zum Untergehen. In Cebu Island sagte Governor Garcia für heute den Unterricht in den Schulen ab. Aus Dumaguete City wird ein kompletter Stromausfall gemeldet, nachdem Pablo heute Nacht durchzog. Immerhin blieben das Handynetz intakt, sodass weiterhin über Internet Verbindung existiert. Jedoch werden auch aus dieser Region umgestürzte Bäume berichtet. Klarheit wird aber erst der Tag bringen.

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Der Taifun hat von seiner Stärke nun schon erheblich eingebüßt und steuert derzeit in Richtung Nordpalawan. Um 4 Uhr heute Morgen befand sich Pablo 180 km östlich von Puerto Princesa City (Koordinaten 10,2°N – 120,4°O). Seine maximale Windgeschwindigkeit beträgt 130 km/h in der Nähe des Zentrums, mit Böen von bis zu 160 km/h. Die Bewegungsrichtung des Typhoons verläuft nach Westen bis Nordwesten in einer Geschwindigkeit von 24 km/h.

Die aktuellen Bewegungsgrafiken von Pablo gibts
HIER bei PAGASA: http://www.pagasa.dost.gov.ph/wb/track.gif und
HIER bei typhoon2000.ph: http://www.typhoon2000.ph/activetrack.gif.
Die geschätzte Regenmenge hat PAGASA mit 10-18 mm pro Stunde genannt, innerhalb des nun nur noch 400 km großen Durchmessers des Taifuns.

Weiterer Ausblick

Donnerstag Morgen: 440 km nordwestlich von Puerto Princesa City
Donnerstag Abend: 780 km westlich von Calapan, Oriental Mindoro

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Sturmwarnungen

Signal #3 (101 – 185 km/h):
Northern Palawan
Calamian Grp. of Islands

Signal #2 (61 – 100 km/h):
Rest of Palawan
Antique
Iloilo
Guimaras
Bohol
Siquijor
Southern Cebu
Negros Oriental
Negros Occidental

Signal #1 (30 – 60 km/h):
Occidental Mindoro
Lubang Is.
Oriental Mindoro
Romblon
Aklan
Capiz
Rest of Cebu
Lanao del Norte
Misamis Occidental
Zamboanga del Norte
Camiguin


Quellen u.a.: PAGASA und
www.rappler.com/nation/17301-pablo-counts-73-dead und
http://newsinfo.inquirer.net/318527/so-thats-what-a-typhoon-is-like und
http://www.rappler.com/nation/17300-pablo-pummels-visayas und
http://newsinfo.inquirer.net/318363/passenger-craft-missing-in-siquijor-black-out-hits-dumaguete-city