Das Ende eines pädophilen Priesters

12. Dez. 2012 – Der katholischer Priester aus Ilonggo, Reverend Father Lowe Dongor, nach dem die US-Behörden fahndeten, hat sich gestellt. Offiziell als „Flüchtiger vor dem FBI“ gebrandmarkt, hat sich nun Father Dongor freiwillig dem philippinischen NBI gestellt. (Vgl. Vorbericht HIER: http://www.philippinen.cc/2011/11/phil-priester-wegen-kinderpornografie-gesucht/) Dies erfolgte nun nach monatelangen Verhandlungen, als das amerikanische FBI ein Amtshilfeersuchen zur Fahndung nach Dongor, Mitte des Jahres einreichte.

Der in Barotac Nuevo (Iloilo) gebürtige Father Dongor floh im Oktober 2011 aus der USA, nach Eingabe eines „nicht schuldig“ Plädoyers, über den Besitz von Kinderpornografie. Seitdem hat er seine Heimat besucht und ist danach untergetaucht, als die katholische Bischofskonferenz der Philippinen (CBCP) eine Warnung ausstellte, dass er „nicht in einem guten Verhältnis“ zur Kirche stehe. Lokale Medien bekamen dann Wind von seinem Aufenthalt und versuchten ihn zu erreichen, aber der bedrängte Priester tauchte erneut unter.

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„Das NBI bestätigt nun, dass sich Father Lowe B. Dongor freiwillig gestellt hat und in die Vereinigten Staaten zurückgebracht wird.“ sagte das NBI in einer offiziellen Presseerklärung. „Der 36-jährige in Barotac Nuevo, Iloilo geborene steht unter der Anklage eines US-Gerichts wegen widerrechtlicher Flucht. Father Dongor wurde wegen des Besitzes von Kinderpornografie angeklagt. Er war als Priester der St. Joseph Gemeinde der Diözese von Worcester in Massachusetts tätig und flüchtete als er angeklagt wurde.“

„Wir können offiziell bestätigen, dass sich Father Dongor gestellt hat und den US-Behörden in der US-Botschaft in Manila übergeben wurde. In enger Abstimmung mit den Botschaftsbeamten haben wir seine Rückkehr in die USA bewirkt. Es war eine erfolgreiche Operation, die durch die Unterstützung von besorgten Zivilpersonen ermöglicht wurde. Dadurch konnte das NBI in dem Fall verhandeln. Father Dongor ist jetzt in Gewahrsam der amerikanischen Behörden, die ihn vor ein US-Gericht stellen. Wir danken Father Dongor und seiner Familie für die Zusammenarbeit, das Vertrauen in die Behörden und die Justiz.“ berichtete das NBI.

Das FBI wurde damals Dongors Fall übergeben, als er zu seiner Gerichtsverhandlung im Oktober 2011 nicht erschien. Dongor floh damals aus der USA und versteckte sich hier in den Philippinen.

In einem Interview äußerte Father Dongor Bereitschaft, zu akzeptieren was auf ihn in der USA zukomme. Er gestand ein, „keine Unterstützung mehr zu haben … arm wie eine Kirchenmaus zu sein.“, also nicht mehr in der Lage zu sein, seinen eigenen Anwalt zu bezahlen. „Ich bin bereit, für den schrecklichen Fehler, den ich meinem Gott, meiner Kirche, meiner Gemeinde, meiner Familie und mir selbst antat, zu bezahlen.“ sagte er. „Ich wünschte, ich könnte die Dinge ändern und zurückgehen zu meinem Priesteramt, von dem ich schon immer träumte, seit ich 6 Jahre alt war. Aber all das ist jetzt vorbei. Ich habe nichts mehr zu bieten, kein Geld für einen Anwalt. Aber ich habe immer noch meinen Glauben an Gott und das ist mehr als genug für mich.“


Quelle: http://www.philippinestoday.net/index.php?module=article&view=3021