Undas: der Tag auch für „Unheilige“

1. Nov. 2012 – Die Feier an Allerheiligen ist auch der Tag der Geschäftemacher, Betrüger oder „zweifelhafter Politiker“.

So warnt jedes Jahr die Kirche vor Besuchen „falscher“ Priester, die die Gräber segnen und um Spenden bitten. Viele nutzen diese lukrative Gelegenheit, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die falschen Priester unterscheiden sich zu den echten Priestern nicht in der Optik, da sie mit Ministranten, „Weihwasser“ und Messeausstattung auftreten.

Laut der katholischen Kirche, ist es den „echten“ Priestern nicht gestattet, an Undas Geld für die Kirche zu sammeln. Zur Unterscheidung der echten von den falschen Priestern, dient ein „Celebret“, eine Bescheinigung der Kirche, die Priester auf Reisen dabei haben und es ihnen gestattet, die Sakramente zu erteilen.

DKB-Partnerprogramm

Den Politikern ist es an Undas untersagt, auf Friedhöfen und davor mit Plakaten auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch umgehen einige dieses Verbot. So verlagern einige das Geschehen auf die Zufahrtswege oder platzieren Spruchbänder mit der Aufschrift „Undas 2012“ und natürlich ihrem Namen und ihrem Bild.

Andere versuchen das Verbot dadurch zu umgehen, indem sie kostenlos Trinkwasser und Snacks verteilen. Die Wahlkommission verwies bereits darauf, dass diese Verteilung auf den Friedhöfen, als unerlaubte Kampagne erachtet würde. Aber auch wenn manche dieser Aktionen in die Grauzone fielen und nicht geahndet würden, bliebe der Beigeschmack der „Schamlosigkeit“.

Es gibt aber auch einige Feiernde, die die eigene Familienfeier übertreiben und andere Menschen bei deren Feier stören. So verhaftete die Polizei auf Manilas Nordfriedhof bereits mehr als 40 Personen, wegen Saufgelagen oder Glücksspiel, darunter auch Minderjährige.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Alkoholkonsum ist auf den Friedhöfen verboten. Weitere Jugendliche wurden bei einer Schlägerei erwischt, ein paar weitere beim Drogenkonsum. Dabei haben die Feierlichkeiten erst begonnen, jedoch gilt während dieser Zeit höchste Alarmbereitschaft für die Sicherheitskräfte.

Rosige Geschäfte hingegen machen die Straßenverkäufer und Händler an Undas. So erleben Imbissstände ein lebhaftes Geschäft innerhalb der Friedhöfe. Dabei achten die Kunden offenbar nicht auf die unhygienischen Praktiken der Anbieter, die Teller und Besteck lediglich kurz in Wasser eintauchen und an den Nächsten weiter reichen.

Aber auch nicht notwendige Güter und Dienstleistungen erleben an Undas Hochkonjunktur: Händler von Goldfischen in Plastiktüten oder Henna-Tattoos speziell für Kinder. Die Behörden haben übrigens Eltern geraten, ihren Kindern Namensschilder mit ihrer Adresse umzuhängen, falls diese verloren gingen.


Quellen: http://www.sunstar.com.ph/baguio/local-news/2012/10/31/public-warned-beware-fake-priests-250772
und http://www.gmanetwork.com/news/story/280491/news/nation/some-politicians-go-around-politicking-ban-in-cemeteries
und http://www.gmanetwork.com/news/story/280476/news/nation/at-least-40-arrested-for-drinking-gambling-at-north-cemetery
und http://www.gmanetwork.com/news/story/280499/news/metromanila/vendors-enjoy-brisk-business-in-south-cemetery