Undas (Allerheiligen): Das Leben mit den Toten

1. Nov. 2012 – Die Feier des Allerheiligen Tages am 1. November, ist Teil einer langen philippinischen Tradition, besonders für die Katholiken, die rund 85% der Bevölkerung ausmachen. An diesem Tag und am 2. November, dem Allerseelen, erbieten die Filipinos Ehre und Respekt ihren verstorbenen Lieben mit Messen, Gebeten, Kerzen und Blumen.

In den Philippinen wird diese Feier auch „Todos Los Santos“ oder „Undas“ genannt. Dieser Feiertag, der als mindestens so wichtig wie Weihnachten und Ostern erachtet wird, ist ein Tag der Erinnerung. Die meisten Filipinos erinnern sich derer, die verstorben sind, in feierlicher und festlicher Weise. Das Fest ist mit alten Sitten und Gebräuchen durchdrungen.

Die Familien besuchen Messen, beten und verbringen viel Zeit auf den Friedhöfen, die hier „Memorial Parks“ heißen. Es ist gleichzeitig eine Gelegenheit, die persönlichen Beziehungen zu fördern und sich mit zerstrittenen Verwandten und Freunden wieder zu vereinen. Es ist eine Zeit, in der an die guten Taten und Vermächtnisse eines geliebten Menschen erinnert wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten an die Lieben zu erinnern. Neben den bereits genannten Wegen, geschieht dies auch mit Fotos und Videos. Am Vorabend von Undas, begehen in manchen Provinzen die Familien „Pangangaluwa“, in dem sie von Haus zu Haus gehen, ein Ritual das dem Verstorbenen Frieden bringen soll. Ähnlich wie auf den Fidschies, in Indonesien oder Mexiko, ist die Hauptsache, die Versammlung der Familie, gemeinsam mit ihren Verstorbenen.


Quelle: http://www.tempo.com.ph/2012/11/nation-observes-all-saints-day-2