UN: sexuelle Ausbeutung in PH sozial und kulturell geduldet

10. Nov. 2012 – Die Philippinen haben es versäumt, das große Problem des Menschenhandels in den letzten Jahren einzudämmen, trotz prominenter Bemühungen von Regierungsseite und der Entfernung des Landes aus einer US-Beobachtungsliste, sagte die UN-Expertin Ezeilo.

Schlechte Strafverfolgung und erdrückende Armut bedeuteten weiterhin, dass viele Männer, Frauen und Kinder noch immer wie Sklaven gehandelt würden und das sowohl innerhalb der Philippinen, als auch ins Ausland. (Vgl. Bericht HIER: http://www.philippinen.cc/2012/11/un-erteilt-den-ph-eine-ohrfeige-in-sachen-menschenhandel/)

„Die Philippinen sind ein Herkunftsland der gehandelten Menschen und das Problem ist nicht rückläufig!“ sagte Ezeilo am Ende ihres fünftägigen Besuchs. „Es gibt Regierungsdaten, die zeigten welche große Dimension davon betroffen ist.“ Ezeilo sagte, die Menschen würden verschleppt und als Zwangsarbeiter in Fabriken oder Bauernhöfen eingesetzt, als Maids und für eine Reihe von kriminellen Aktivitäten.

Mädchen sind besonders in Gefahr, Opfer von Menschenhandel für die Sexindustrie und für Zwangsheirat zu werden, fügte sie hinzu. Die sexuelle Ausbeutung von Mädchen bleibt sehr häufig, sozial und kulturell im Land geduldet!

Aufgrund der Bedrohung, finanzielle ausländische Hilfe zu verlieren, hat die Regierung im Kampf gegen Menschenhandel reagiert. Aber die Rate der Strafverfolgung bleibt niedrig und Verstöße werden oft ungestraft gelassen.

Ezeilo warnte auch, dass Menschenhändler sich zunehmend „neuer Technologien“ wie dem Social Networking (z.B. Facebook) bedienten, um die Opfer anzulocken und die Behörden würden in ihrer Präventionsarbeit diese nicht erfassten.


Quelle: http://globalnation.inquirer.net/55726/un-envoy-warns-on-human-trafficking-in-philippines