Todesstrafe einmal mehr zurückgewiesen

5. Nov. 2012 – Den erneuten Aufruf zur Wiedereinführung der Todesstrafe, lehnte u.a. gestern ein katholischer Prälat ab.

Der Weihbischof von Manila, Broderick Pabillo, Vorsitzender des nationalen Sekretariats der Katholischen Bischofskonferenz der Philippinen sagte, es sei falsch zu glauben, dass die Wiedereinführung der Todesstrafe das Problem von abscheulichen Verbrechen in der Gesellschaft löst. „Die Todesstrafe ist definitiv keine Lösung dafür!“ sagte er.

Pabillo erklärte weiter, die Wiederbelebung der Todesstrafe könnte sogar noch mehr Ungerechtigkeit hervorrufen, vor allem für die Armen. „Wir alle wissen, was mit der Todesstrafe passiert: diejenigen, die mit ihr bestraft werden, sind die Armen und nicht die wirklichen Täter.“ sagte er. „Das eigentliche Problem liegt in unserem Justizsystem.“

Die ‚VACC – Volunteers Against Crime and Corruption‘ (Anm. die häufig durch Hardliner-Forderungen nach Rache, jedoch weniger nach wahrer Gerechtigkeit auffallen) forderten einmal mehr die Wiederbelebung der Todesstrafe, im Zuge der brutalen Ermordung einer UST-Studentin.

Diese Forderungen stehen jedoch alle paar Wochen in der Presse und werden von den immer gleichen Gruppierungen vorgetragen. In Zeiten von Wahlen wird dieses Thema auch politisch ausgeschlachtet. Jedoch hat Präsident Aquino schon vielfach klargestellt, dass er strikt gegen die Todesstrafe sei, aufgrund der Mängel des Justizsystems.


Quelle u.a.: http://www.tempo.com.ph/2012/11/rejected