Studie: Selbstversorgung mit Reis bis 2020 nicht zu schaffen

28. Nov. 2012 – Das Ziel der Philippinen, einer Selbstversorgung mit Reis bis 2013, ist praktisch nicht mehr zu realisieren, laut einer Studie des ‚Philippine Institute for Development Studies‘ (PIDS). Nach dieser Studie kann allerdings das Land nicht nur im Jahr 2013 dieses Ziel nicht erreichen, sondern sogar bis zum Jahr 2020 nicht!

Präsident Aquino hatte damit geprahlt, dass die Philippinen nicht nur ein Reisselbstversorger bis 2013 würden, sondern auch ein Netto Reisexporteur werden. Die Aquino-Regierung wird nun doch Reis-Importe für das Jahr 2013 einplanen müssen. Die PIDS sagte, die Bemühungen des Landwirtschaftsministeriums zur Reisproduktion, mit der Verbesserung der Bewässerung und der Entwicklung neuer Reis-Sorten, seien nicht ausreichend.

So stellte es fest, dass die Ziele auf sehr ehrgeizigen, aber unrealistischen Prognosen beruhten, einem Ertrag zwischen 3,78 t/ha und 4,53 t/ha und einer Produktion von 17 bis 22,7 Millionen Tonnen für den Zeitraum 2011 bis 2016, was einem jährlichen Wachstum von 3,8% bis 6,3% entspricht. „Diese Wachstumsprognosen sind absolut unerreichbar, wenn man bedenkt, dass historisch gesehen, ein Wachstum des Ertrages und der Erzeugung zwischen 1,5% und 3,2% zwischen 1994 und 2010 lagen.“

Auch werde ein Steigen der Reisproduktion nicht alleine zum Stopp der Importe führen. Der einzige Weg, um eine Reis Autarkie zu erreichen, ist die Handelsbarrieren zu erhöhen, jedoch führt dies zur Verteuerung des Reises. Dies wäre allerdings schädlich für die Ernährungssicherheit. Deshalb sollte die Regierung nicht eine „Autarkie“ mit Null Importen gleichsetzen.


Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/business/11/28/12/ph-unlikely-become-self-sufficient-rice-2013