Geschäftsmann verlor 24 Mio. Pesos im Aman-Schneeballsystem

13. Nov. 2012 – Ein weiterer Geschäftsmann ging zum ‚National Bureau of Investigation‘ (NBI) gestern in Cebu City, um eine Anklage gegen ‚Aman Futures Trading‘ wegen deren Schneeballsystem einzureichen.

Ayub Conding, der aus Marawi City stammt, sagte er und seine Verwandten verloren 24 Millionen Pesos, von denen ihm selbst 7 Millionen gehörten, an das Unternehmen, das ihnen versprach, die Investitionen schnell zu verdoppeln. Das NBI sagte gestern, dass mindestens 10 Kläger alleine in Cebu insgesamt ein Investment von über 106 Millionen Pesos verloren.

Allerdings sagte das Handelsministerium (DTI), dass sie noch keinen Bericht von Investoren, die sich bei Aman engagierten, erhalten hätten und zeigten sich überrascht über die Berichte der Anleger aus Cebu, die Anklagen beim NBI einreichten. „Bisher haben wir keine Beschwerden über Aman Futures Trading erhalten.“ sagte Asteria Caberte vom DTI. Dennoch hat das DTI die Öffentlichkeit vor Investitionen gewarnt, die schnelle und große Renditen versprechen.

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Die Warnung kommt offenbar zu spät für Aman Investoren, wie Conding (42), der mit seiner Familie fliehen musste, nachdem er Drohungen von seinen Verwandten erhielt, die ihn verdächtigten, ihr Geld zu veruntreuen. „Wegen der Drohungen können wir nicht einfach aus unserem Haus raus gehen.“ sagte er und fügte hinzu, dass zwei Kinder deswegen nicht mehr zur Schule gingen.

Er hörte auch von seinen Freunden, dass mindestens sieben Menschen, die Opfer des Betrugs wurden, Selbstmord begingen. Angeblich war unter ihnen ein Lehrer, der 800.000 Pesos an Aman verlor.

Conding sagte, er sei während des Ramadans im Juli in Marawi City gewesen, als ein Verwandter versuchte, ihn davon zu überzeugen, in Aman zu investieren. Er hat dann nur eine kleinere Summe von 100.000 Pesos investiert, da er zögerlich war. Ihm wurde versprochen, sein Geld wird einen Ertrag von 63 Prozent nach 17 Tagen abwerfen. Aber 4 Prozent Steuern würden vom Gewinn einbehalten werden.

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Am 14. August sagte er, habe er 155.000 Pesos erhalten. „Ich dachte, das Geschäft ist real.“ sagte er. Conding sprach mit seiner Frau, da er wieder investieren wollte. Er ging am 16. August nach Pagadian City und zahlte 2 Millionen Pesos an Aman und zusätzlich 5 Millionen Pesos von seinen Verwandten. Neun Tage später hatte sich ihre Investition verdoppelt. Er und seine Verwandten kamen überein, noch einmal investieren zu wollen. Also platzierten sie mehr als 24 Millionen Pesos.

Im September, sagte Conding, begann das Problem, als Aman seine Investoren nicht mehr auszahlte. In einem Video-Live-Stream, kommunizierte der Aman-Vorsitzende Manuel Amalilio mit den Investoren und versprach, sie zu bezahlen. Er begründete seine nicht erfolgte Auszahlung damit, dass die ‚Securities and Exchange Commission‘ ihnen nicht erlaubte ein Geschäft zu betreiben und sie möglicherweise wegen Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz verklagt würden.

Während des Treffens, sagte Conding, herrschte in Amans Büro ein Chaos. „Wir wollten alle unser Geld zurück.“ sagte er. Später beruhigten sie sich, nachdem Ermittler ihnen versicherten, dass einige Senatoren angeblich das Unternehmen unterstützen würden. Im vergangenen Monat erhielt Conding drei Schecks in Höhe von 34 Mio. Pesos von Aman. Aber diese wurden von den Banken nicht eingelöst, da sie nicht gedeckt waren.


Quelle: http://www.sunstar.com.ph/cebu/local-news/2012/11/13/businessman-kin-lost-p24m-pyramiding-253009