Neue Tourismusziele erweitern das Angebot der Philippinen

2. Okt. 2012 – Immer mehr Tourismusunternehmen auf den Philippinen erweitern ihr Angebot und nehmen neue Ziele abseits von Manila, Cebu und Boracay in ihr Programm auf.

Asiatische und westliche Touristen, welche nicht ausschliesslich auf der Suche nach Strand und Sonne sind, sowie Europäer, deren Reiseversicherung Inlandsflüge nicht abdeckt (aufgrund des anhaltenden Verbots der philippinischen Fluggesellschaften durch die Europäische Union), haben jetzt auf den Philippinen mehr Optionen bei der Wahl ihres Urlaubsziels.

Die Hauptinsel Nordluzon liegt dabei stark im Trend, denn viele Ziele sind über Land von Manila aus zu erreichen. Neben den Reisterrassen zählen dazu Sagada, Vigan, San Juan La Union, Pinatubo und andere interessante Destinationen, darunter auch viele, die in das Weltkulturerbe-Programm der UNESCO aufgenommen wurden.

Der Veranstalter Jeepney Tours wird zum Beispiel künftig spezielle Touren nach Batad in den Reisterrassen der Kordillera anbieten. Dabei steht dann auch der Kontakt mit den einheimischen Stämmen und Einblicke in die traditionellen Lebensweisen der Ureinwohner im Vordergrund, so Agenturmanager Clang Garcia. Er betont, dass die Philippinen als historisches Agrarland besondere Reize auch gerade für europäische Gäste bieten könnten. Auch seien Incentive-Reisen von Firmen ein interessanter Markt.

Ine Faustino, Managerin von ‚CCT 168 Tours‘, sieht ebenfalls einen Trend zu Reisen in die Provinz. Auf dem Weg nach Banaue gebe es weitere potenzielle Tourismusdestinationen in Bulacan, Nueva Ecija und Nueva Vizcaya. Viele ausländische Gäste und im Ausland lebende Filipinos seien mit den traditionellen Anbaumethoden in den Reisfeldern nicht vertraut und könnten diese vor Ort bei Pflanzung und Ernte kennenlernen.


Ein weiterer Philippinenspezialist mit einem interessanten Konzept ist PhilStep (www.philstep.de), ein Anbieter von Individualreisen in Nordluzon. Der deutsche Manager Stephan Lindenfeld zählt auf, was seine westlichen Kunden erwarten: Zuverlässige und persönliche Betreuung, sichere Transfers, die richtige Mischung aus Natur, Kultur und Strand und die passenden Unterkünfte. Lindenfeld, der fast alle Touren persönlich begleitet: „Unser Vorteil ist, dass wir die Wünsche westlicher Kunden sehr genau kennen und ihnen deshalb ein massgeschneidertes Programm zusammenstellen können.“

PhilStep hat die absoluten Highlights von Nordluzon in sein Programm aufgenommen: Vulkan Pinatubo, Hundred Islands, Surfing San Juan, Gebirgsstadt Baguio, Höhlen und hängende Särge in Sagada, Reisterrassen, spanische Kolonialstadt Vigan und der Norden von Ilocos mit Laoag und Pagudpud. Dabei werden auch Sonderwünsche der Kunden mit eingearbeitet, wie z.B. Rundflüge, Tauchen, Golfen, Rafting, Motorradtouren und mehr.

Eine grössere Bedeutung werden künftig auch die Caramoan Islands in Camarines Sur erlangen, seit sie in der philippinischen TV-Serie ‚Survivor‘ (ähnlich dem in Deutschland bekannten Dschungelcamp) als Basis dienen.

Noch gibt es in Camarines Sur keine Unterkünfte mit internationalem Standard, aber die ursprünglichen Strände und Kalkstein Felsen gleichen das aus. Die Gegend ist von Naga City und Legaspi aus zu erreichen, dort gibt es Resorts auf internationalem Niveau, u.a. das neue Oriental Hotel in Misibis Bay. Pat Alberto, Chef und Manager von Ark Travel Express, meint, dass Caramoan immer mit Phuket verglichen würde, obwohl es ein komplett anderes Urlaubsziel sei. „Da müssen wir lernen, die Erwartungen zu steuern.“ hebt er hervor.

Auf jeden Fall gibt es einen neuen Trend in den Philippinen: Neue und vom Tourismus noch nicht überlaufene Ziele werden erschlossen und kleine, aber innovative Reiseanbieter besetzen diese Nische. Für individuelle Touristen eine Alternative.

Quelle u.a.: http://ttgasia.com/article.php?article_id=4480