Menschenrechtskommission kritisiert Duterte wegen Kopfgeld

26. Okt. 2012 – Die ‚Commission on Human Rights‘ (CHR) kritisiert Davaos Vizebürgermeister Rodrigo Duterte für die Auslobung eines Kopfgeldes über 5 Mio. Pesos, auf den Kopf des angeblichen Anführer einer Autodiebe Bande, Ryan Yu alias „Baktin“. (Siehe Bericht HIER: Duterte: 5 Mio. Kopfgeld für die Ermordung eines Diebes)

Die Vorsitzende der CHR, Loretta Ann Rosales sagte, dass Dutertes Aktion „total unrechtmäßig und eine grobe Verletzung des Gesetzes“ sei. „Selbst Gewohnheitskriminelle haben ein Recht auf ein Gerichtsverfahren. Es ist eine Verletzung des Rechts und der Unschuldsvermutung.“ sagte sie.

Rosales verurteilte Duterte für das Ausloben eines Kopfgeldes über 4 Millionen Pesos für seine Ermordung und dem Bonus einer weiteren Million, wenn er nur den Kopf überbracht bekommt. Sie glaubt, Duterte missbraucht seine Macht als kommunaler Politiker in der Provinz.

Rosales forderte den neu ernannten Innenminister Mar Roxas auf, Maßnahmen zu ergreifen und den Vorfall nicht passieren zu lassen. „Alle von uns, einschließlich Innenminister Mar Roxas, sollten sich von den Grundsätzen der Verfassung leiten lassen.“ sagte sie. „Innenminister Mar Roxas hat die Befugnis und kann Maßnahmen für dieses ganze unverantwortliche Verhalten ergreifen.“

Duterte wurde bereits früher auffällig durch verschiedene Menschenrechts-Verletzungen, z.B. als er kürzlich einen mutmaßlichen Hochstapler dazu zwang, seine gefälschten Dokumente zu essen. Er hatte auch in der Vergangenheit Schlagzeilen mit seinen ‚Davao Death Squad‘ gemacht, den sogenannten Todesschwadronen, die eine „Bürgerwehr“ waren, welche kurzerhand mutmaßlichen Straftäter, ohne Gerichtsverfahren liquidierte.


Quelle: http://rp3.abs-cbnnews.com/-depth/10/25/12/chr-slams-dutertes-p5m-bounty-suspects-head