Camiguin Island

Camiguin White Island

Camiguin – White Island

Camiguin ist eine relativ kleine Insel mit einem Umfang von rund 64 Kilometern, die man auf einer betonierten Strasse umfahren kann. Ihre Ausdehnung ist rund 33 km in der Länge und etwa 14 km in der Breite. Sie liegt rund 10 Kilometer nördlich von Mindanao in der Boholsee. Camiguin hat etwa 77.000 Einwohner, wovon fast die Hälfte in der Hauptstadt Mambajao leben.

Auf Camiguin gibt es bisher nur wenige Geldautomaten (2 oder 3), sodass man ausreichend Bares mitnehmen sollte! Neben dem Secret Cove Beach Resort (1.400 Pesos / Bad, Kühlschrank, Sofa, Deutsche Welle) gibt es zahlreiche kleine Resorts überwiegend an der Nordküste der Insel, mit Blick auf White Island. Die Küche im Secret Cove ist allerdings stark amerikanisiert. Direkt in der Nachbarschaft liegt auch das Caves Resort.

Camiguin Ardent Hot Springs

Pools der Ardent Hot Springs

White Island ist eigentlich keine Insel sondern ein Riff, das zwar weissen Sand zu bieten hat, jedoch kein Leben oder eine Vegetation. Ansonsten zeigt sich allerorten der vulkanische Ursprung mit schwarzen Stränden. White Island liegt rund 2 km vor Agoho und Yumbing und ist prima zum Schwimmen und Sonnen baden geeignet. Leider wurden die Korallen rundum sehr stark zerstört, jedoch lohnt sich aber an der Nordspitze der Insel noch das Schnorcheln, zumindest für Anfänger. Schattenspender und jede Menge Sonnencreme sind unbedingt mitzunehmen. Die beste Zeit für Ausflüge sind der sehr frühe Morgen oder der späte Nachmittag.

Ardent Hot Springs: die ca. 40° C heissen Quellen speisen vier schöne terrassenförmig angelegte Pools mit unterschiedlichen Temperaturen und Tiefen, wobei der oberste der flachste und naturgemäss der heisseste ist. Dem vulkanischen Mineralwasser wird eine gewisse heilende Wirkung bei Hauterkrankungen zugeschrieben.

Sunken Cemetery

Sunken Cemetery

Der versunkene Friehof ist das Ergebnis eines Erbebens, das diesen um bis zu 6 Meter unter den Meeresspiegel absenken liess. Im Meer hat man ein Kreuz errichtet, das die besagte Stelle kennzeichnet. Beim KM 52 stehen etliche Souvenirläden, da an dieser Stelle der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen (weisse Statuen) hinauf zum alten Vulkan beginnt, der 1871 einen verheerenden Ausbruch verursachte.

Ob man hier Schnorcheln geht, bleibt der eigenen Pietät überlassen. Was natürlich für jede philippinische Familie ein Muss ist, brachte meine an den Rand der Meuterei. Die Rede ist vom Kreuzweg zum Old Volcano. Die 14 Stationen geben einen herrlichen Blick auf den versunkenen Friedhof frei. Mann sollte jedoch nicht nach 9 Uhr morgens diesen Aufstieg in Angriff nehmen. Der Weg ist steil und biete kaum Schatten.

Wenn man sich dann weiter in Richtung Santo Nino Cold Springs begibt, kommt nach kurzer Zeit an einen Wegweiser nach links. Ungefähr 4 km abseits der Ringstrasse liegen die Soda Springs. Hier ist fast gar nichts los, selbst am Wochenende verlaufen sich nicht mehr als ein Dutzend Besucher dorthin. Das Wasser ist kühl und perlt wie man es von Soda erwartet. Die Quelle entspringt in der Beckenmitte und soll Trinkwasserqualität haben. Auf dem Rückweg kann man dann in ein Lokal der Camingueños direkt am Meer einkehren. Die Fische sind frisch, das SMB für 26 Pesos echt kalt.

Katibawasan Wasserfall

Katibawasan Wasserfall

Das nächste Highlight ist der Katibawasan Wasserfall. Am Ende des Taleinschnitts stürzt sich der Fall – auch in der Trockenzeit – beeindruckende 78 Meter senkrecht in einen grossen Pool. Nur zwischen ca. 10 und 14 Uhr wird das schmale Tal von der Sonne erreicht. Die gesamte Szenerie wird vor allem von Farnen, sowie einigen Bäumen und den hohen Felsabstürzen schön eingerahmt. Von dort kann man direkt zu den nur 20° C „kalten“ Quellen von Saay.

Den Abend kann man dann im Luna Restaurant / Bar ausklingen lassen, das ca. 120 Meter vom Secret Cove Beach Resort entfernt ist. Schöne Stimmung, gutes Essen! Wer will und etwas Kondition mitbringt, kann den 1.332 Meter hohen Mount Hibok Hibok besteigen. Der zur Zeit einzige aktive Vulkan der Insel bietet einen herrlichen Blick bis Bohol. Die Besteigung des Vulkans ist möglich. Erfahrene Führer können durch die Ressorts oder dem Tourist Office vermittelt werden. Der Aufstieg erfolgt über die Ortschaft Esperanza und dauert etwa vier Stunden. Beginnend mit leichter Steigung durch hohes Cogongras und Farnhaine geht es später über Geröll und Lavafelsen zum Gipfel. Am besten beginnt man den Aufstieg um 5 Uhr früh, damit man am Abend wieder zurück sein kann.

Autor des Reiseberichtes:
Michael Noetzel / Das Philippinen Magazin

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