Bantayan / Malapascua

Bantayan Strand

Blick vom Strand von Bantayan nach Cebu


Bantayan

Wie bereits in dem Bericht zu Cebu City erwähnt, ist die Stadt für viele oft nur das Sprungbrett in die Inselwelt der Visayas. So fährt man z.B. mit dem Bus früh morgens gegen 7 Uhr in die Stadt Hagnaya im Norden der Insel Cebu. Die Fahrzeit beträgt ca. 3,5 Stunden und die Strecke geht anfangs der Ost-Küste entlang und setzt dann allmählich über den Bergrücken Cebus auf die Westseite der Insel. Der Bus hält direkt am Hafen an, von dem aus zwei konkurrierende Fähren abwechselnd nach Santa Fe auf Bantayan fahren. Der Preis für die Fähre nach Bantayan beträgt pro Person ca. 150.- Peso.

Bantayan Resort

Bantayan Resort

Die Fähren sind einfach und zweckmässig ohne Annehmlichkeiten für die Überfahrt. In St. Fe auf Bantayan gibt es ein kleines Terminal. Es gibt nur wenige Tricycles, Taxis gibt es gar keine, da selbst Autos auf Bantayan eine Rarität darstellen. Dementsprechend ruhig ist auch das Leben auf Bantayan. Dafür gibt es aber jede Menge Fahrrad-Taxis, die sogenannten Pedicabs. Der Fahrpreis z.B. zum Maja Beach Ressort beträgt 200 Pesos. Der Preis hängt allerdings von der Anzahl der Gäste, des Gepäcks und des Verhandlungsgeschicks ab. Jedoch wenn man auf solch eine geruhsame Insel geht, dann kann man den „Marktfeilscher“ gerne zuhause lassen. Viele Resortbesitzer organisieren aber auch den Transfer, sofern man dies vorher vereinbart.

Bantayan Strasse

Strassen-Idylle in Bantayan, aus dem Fahrrad-Taxi gesehen

Überhaupt ist die Anlage des Maja Beach Ressorts nicht unattraktiv, wenn man vom einfachen Strand absieht. Es gibt einen Pool und nette Mitarbeiter. Als Unterkünfte überzeugen die kleinen Häuschen mit Bad. Bantayan City bietet kaum erwähnenswerte Highlights. Auch St. Fe ist eigentlich eher verschlafen und kein Ort für Menschen die grössere Action suchen. Allerdings verfügt St. Fe über einen herrlichen Strand, den Sugar Beach. Ein schneeweisser Strand mit sehr feinem Sand. Bantayan Island ist eine schöne kleine Insel mit wenig Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Markt und der Kirche aus dem 15. Jahrhundert in Bantayan.

Ein Gastronom in St, Fe brachte es auf die Formel: der eine sammelt seine Kräfte im Kloster, der andere tankt seine Erholung und Sonne auf Bantayan. Nicht nur das Leben pulsiert hier in Zeitlupe, die Menschen hier sind freundlich, gemütlich und stets hilfsbereit. Das beginnt bei der Ankunft im Hafen, wo man mit den fast geräuschlosen Pedicabs befördert wird und setzt sich am Abend fort, wo man mit dem Fahrer die Rückfahrt vereinbaren kann. Damit hat man das Ende jedoch noch lange nicht erreicht!

Malapascua

Malapascua Strand


Malapascua

Im philippinischen Sommer kann man von Bantayan mit dem Boot auf die Insel Malapascua übersetzen. Am besten man bestellt diesen „Special Trip“ direkt im Resort. Kosten ca. 1.000 Pesos, Fahrzeit gute zwei Stunden.

Malapascua liegt etwa acht Kilometer nördlich der Insel Cebu und ist gut zwei Kilometer lang sowie knapp 1 Kilometer breit. Malapascua bietet viele Korallensandstrände mit blendend weissem Sand. Das Hippocampus Beach and Dive Resort ist neben vielen anderen ein guter Anlaufpunkt. Das Preis Leistungsverhältnis stimmt auch hier. Auf Malapascua ist die beliebteste Beschäftigung der Touristen: das Tauchen, das Schwimmen und natürlich die tollen Bootstouren.

Malapascua Tauchinseln

Malapascua Tauchinseln

Für Taucher bieten sich u.a. die Beobachtung der Fuchshaie an, sowie einige Wracks. Die nur 20 Minuten entfernt liegende Insel Monad präsentiert täglich morgens die Fuchshaie, sogar Mantas und Hammerhaie gibt es hier. Im Norden Malapascuas liegt in nur 10 Minuten Entfernung der Tauchplatz „Lapus Lapus“. Dort trifft man auf Skorpion- und Feuerfische sowie Riffische. Auch gibt es hier Nacktschnecken und Anglerfische. Ein Tauchplatz der auch für Anfänger geeignet ist.

Gato Island ist etwa 40 Minuten von Malapascua entfernt und bietet aufgrund seines Fischfangverbotes eine wunderbare Unterwasserwelt an. Darüber hinaus hat es eine Unterwasserhöhle zum Durchtauchen. „Lighthouse“ ist ein weiterer Tauchplatz, der sich auch gut für Nachttauchgänge eignet.

Malapascua

Malapascua Strandhütte

Zu den Wracks, die betaucht werden können: Im Jahr 1982 sank der 90 Meter lange Frachter „Dona Marilyn“ und liegt in einer Tiefe von 18 bis 32 Metern. Das Wrack ist u.a. mit Korallen und Anemonen bewachsen und bietet Schlafplatz für jede Menge Fischarten. Im Jahr 1944 wurde ein japanischer Frachter von den Amerikaner versenkt. Er kann in einer Tiefe von 18 bis 27 Metern betaucht werden.

Zur Rückreise: Die Resorts bieten Überfahrten nach Maya, Cebu an. Von dort nimmt man einen der zahlreichen Linienbusse. Diese fahren auf zumeist guter Strasse in etwa 4 Stunden für 150 PHP direkt zum North Bus-Terminal. Von dort aus nimmt man am besten ein Taxi zur Fähre nach Bohol. Wenn man um 7.00 Uhr am Morgen in Malapascua aufbricht, erreicht man problemlos die Fähre um 13.00 Uhr. So kann man mit dem Schiff um 15.00 Uhr in Tagbilaran ankommen. Von dort lässt sich problemlos ein kurzer Zwischenstopp am Alona Beach einplanen. Am Alona Beach verhält es sich wie auf Boracay. Entweder man mag ihn oder eben nicht. Es stehen sehr viele verschiedene Unterkünfte zur Verfügung.

Mehrmals pro Woche gibt es die Fährverbindung von Jagna, Bohol nach Camiguin oder „come again“ wie die etwa 77.000 Camingueños gerne jedem Fremden in bestem Englisch zurufen.

Doch das ist eine eigene Geschichte, deshalb in Kürze mehr …

Autor des Reiseberichtes:
Michael Noetzel / Das Philippinen Magazin

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