Verhindert BI die Ausreise aufgrund von Verdächtigungen?

1. Sep. 2012 – Fünf Männer wurden von BI Beamten am Verlassen des Landes gehindert, auf den blossen Verdacht hin, dass sie illegal in Hong Kong arbeiten könnten.

So steht es in einem Beschwerdebrief, eingereicht beim Justizministerium am 28. August, von Pia Castro, Journalistin und Produzentin der Nachrichtenabteilung der ‚Intercontinental Broadcasting Corporation‘ (IBC-13). Sie verlangt vom Bureau of Immigration (BI) eine Erklärung, warum ihre fünf Angestellten am Verlassen des Landes am 27. August gehindert wurden.

Castro ist auch Inhaberin der Firma Locaovercola, die ausschliesslich mit ‚Coca-Cola Bottlers Philippines‘ zusammen arbeitet. Sie sagte, ihre fünf Mitarbeiter hatten ein Ticket nach Hong Kong mit Cebu Pacific um 5:40 Uhr am Montag früh, doch sie wurden festgehalten und mussten zum Verhör bei der Ausländerbehörde, für fast acht Stunden.

„Komplett mit allen Reisedokumenten, inklusive Rückflugtickets und ausgedruckter Reiseroute des Reisebüros, wurde meinen Mitarbeitern das Verlassen des Landes verwehrt, nur auf den unbegründeten Verdacht hin, dass sie in Hong Kong als illegale Einwanderer arbeiten könnten.“ schrieb Castro in ihrem Brief an Justizministerin Leila de Lima.

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„Meine Mitarbeiter wurden durch die Ausländerbehörde zum Verhör, von einer gewissen Miss Mary Jane Hizon, über acht Stunden festgehalten.“ schreibt sie. Anfangs, so Castro, habe Hizon angeblich ihre Mitarbeiter der illegalen Arbeit verdächtigt, da das Reisebüro, welches ihre Reise gebucht habe, angeblich mit Menschenhandel in Verbindung gebracht werde und dieses vermeintliche Touristen nach Qatar entsende.

Aber als sie das Reisebüro anrief, sagte Castro, habe sie sofort die Anschuldigung als unbegründet zurück gezogen. Castro behauptet, dass ihre Mitarbeiter nicht ordnungsgemäss von den Beamten der Einwanderungsbehörde behandelt wurden und erst nachdem sie erfuhren, dass sie für einen TV-Sender arbeite, „entgegenkommender“ wurde.

„Miss Hizon hat dann, wenn auch verspätet, doch noch ihre Mitarbeiter abgefertigt und wurde plötzlich entgegenkommend. Sie hat sogar meinen Mitarbeitern geraten, keinen Flug nach Clark zu nehmen, weil mit den Grenzbeamten dort schwieriger umzugehen sei.“ sagte sie in ihrem Brief. Die Passagiere durften schliesslich weiter reisen, aber erst am Folgetag. Und Castro musste ihnen neue Tickets, für insgesamt 28.000 Pesos kaufen.

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„Ich bin sehr enttäuscht, wie die Dinge gehandhabt wurden. Ich bin sehr wütend über die Art, wie schäbig meine Mitarbeiter von Miss Hizon und den Beamten der Einwanderungsbehörde behandelt wurden.“ sagte Castro. „Der Vorfall hat nicht nur unnötige, zusätzliche Kosten und Unannehmlichkeiten mir beschert. Vor allem hat er psychische Trauma bei meinen Mitarbeitern ausgelöst.“ fügte sie hinzu. Castro drängte auf eine Untersuchung der Angelegenheit.

Der INQUIRER (Zeitung des Artikels) wollte Hizons Stellungnahme dazu hören, wurde aber am Telefon von einem gewissen „Mark“ von der BI abgewimmelt, dass sie schon aus dem Büro sei. Mark weigerte sich auch, seinen Nachnamen zu nennen, mit dem Hinweis, es sei Richtlinie der Behörde, anderen keine Information ausser dem Vornamen zu geben.

Seine Kollegin, Beth Almaja, weigerte sich zunächst auch, ihren Nachnamen zu nennen, gab ihn aber auf Nachdruck bekannt, als der Reporter erläuterte, dass er ihren Nachnamen, als Referenz brauche. Der INQUIRER versuchte auch, eine Stellungnahme von Immigration Commissioner Ricardo David Jr. zu bekommen, aber der hat bis jetzt weder Anrufe noch SMS entgegen genommen bzw. beantwortet.

Die Sprecherin der BI, Maria Antonette Mangrobang, beantwortete eine SMS zur Angelegenheit. Darin sagt sie, dass die Behörde die Beamtin zur Stellungnahme auffordern werde. „Es wird eine Untersuchung durchgeführt werden, um festzustellen, ob der IO (Immigration Officer) einen Grund hatte, die Ausreise zu verweigern.“ fügte sie hinzu.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/260808/bi-officer-in-hot-water-for-barring-travel-of-5-men