VAE verlangt doch keinen Uni-Abschluss für Visa

20. Sep. 2012 – Ein hoher Beamter der VAE widersprach am Mittwoch Berichten, dass der Golfstaat seine Visabestimmungen für Touristen aus „Arbeitskraft exportierenden“ südasiatischen Nationen verschärft hätte und Reisenden mit niedrigem Einkommen das Visum verweigere.

General Nasser al-Menhali, Assistent des Staatssekretärs im Innenministerium sagte, es seien keine Änderungen an bestehenden Visa-Gesetzen gemacht worden. „Jede Änderung oder Massnahme wird im Voraus bekannt gegeben.“ sagte er.

Am Dienstag wurde berichtet, dass die Touristen aus Indien, Pakistan, Bangladesh, Sri Lanka und den Philippinen einen Hochschulabschluss nachweisen müssten, um ein Visum für die Vereinigten Arabischen Emirate zu erhalten.

Demnach sollten Elektriker, Monteure, Maurer, Landwirte, Fahrer, Schneider oder Reinigungskräfte aus diesen Ländern kein Visum mehr erhalten. Dies sollte helfen, das Risiko erheblich zu verringern, dass Verbrecher der organisierten Kriminalität und des Menschenhandels, in das Land einreisen könnten.

Touristenvisa werden in der Regel durch Hotels, Fluggesellschaften und Reisebüros abgewickelt. Der Tourismus wuchs schnell in den Vereinigten Arabischen Emiraten, vor allem in dem schillernden Emirat Dubai, wo die Zahl der Urlauber auf 9,3 Mio. im Jahr 2011 stieg, 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die VAE haben Millionen von ausländischen Arbeitskräften, vor allem aus den südasiatischen Ländern. Die ausländische Bevölkerung wird auf rund 8,2 Millionen geschätzt, Stand Ende 2010, wobei lediglich 11,47 Prozent VAE-Staatsbürger sind.


Quelle: http://www.brecorder.com/world/middle-east/80564-uae-denies-ban-on-low-income-asian-tourists.html