Mord an Kanadier vom August: Stiftete die Witwe den Mord an?

7. Sep. 2012 – Die philippinische Polizei hat die Witwe eines kanadischen Geschäftsmanns wegen seiner Ermordung im letzten Monat (vgl. Bericht HIER) angeklagt und behauptet, dass Geld das Motiv für den Mord war.

Jane Doyle ist eine von vier Personen, die wegen des Mordes an Harry Doyle angeklagt wurde. Doyle wurde mit fünf Schüssen in Surigao City am 12. August erschossen. Drei Männer wurden auch angeklagt, darunter einer, der angeblich Fahrer und Leibwächter von Harry Doyle war und auf ‚Jane’s Lodge‘ lebte, ein Resort das dem Ehepaar gehörte.

„Das Motiv, ist nach den Ergebnissen unserer Untersuchung, die Immobilien, das Geld und die Lebensversicherung, die der Ermordete besass.“ sagte Rose-Marie Almazan, eine Polizei-Ermittlerin in den Philippinen. Es gibt Berichte, wonach Doyles Nachlass einen Wert von 1,6 Millionen $ hat.

Doyle (62) hatte zwei Testamente – eins in Kanada und ein neueres in den Philippinen, sagte Almazan. „Es wurden grosse Veränderungen in dem letzten Willen und Testament hier auf den Philippinen vorgenommen.“ sagte sie. „Es gibt keine weiteren Begünstigten von seinen Immobilien, ausser seiner Frau. Selbst seine beiden Söhne wurden nicht als Begünstigte angegeben.“ Doyle hat einen 12-jährigen Sohn mit Jane Doyle, einer Filipina und einen älteren Sohn, der in den Vereinigten Staaten lebt, aus einer früheren Ehe.

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„Es war ein Albtraum ohne Ende.“ sagte Harry Doyles Schwester Anne Doyle. Sie sagte, sie sei glücklich, dass die Polizei in den Philippinen Fortschritte in dem Fall mache, aber die Behörden kennen Jane Doyles Aufenthaltsort nicht. Die drei Männer, ebenfalls Filipinos, die in dem Fall angeklagt sind, seien noch auf freiem Fuss.

Die Ermittler glauben, Jane Doyle hält sich derzeit möglicherweise noch in Kanada auf. Ein Gericht in den Philippinen wird innerhalb von 30 Tagen entscheiden, ob ein Haftbefehl erteilt wird, sagte Almazan. Die Behörden können dann mit dem Haftbefehl versuchen, sie zurück in die Philippinen ausliefern zu lassen.

Harry Doyle hatte seit mehreren Jahren auf den Philippinen gelebt. Die Polizei sagt, er trank ein Bier in einem Resort am 12. August, als er von zwei Männern, die offenbar nach Geld fragten, angesprochen wurde. Ein Streit resultierte und Doyle wurde mit fünf Schüssen erschossen, bevor die beiden Männer zu Fuss flüchteten.

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Jane Doyle berichtete zuvor am 14. August, dass ihr Mann vor ihr und ihren Kindern erschossen wurde. „Es ist sehr schwer für mich. Es ist, als esse man etwas Unverdauliches. Ich fühle mich schrecklich und ich bin sehr, sehr traurig. Es sollte niemandem so was passieren, wie mir und meinem Mann passiert ist.“ sagte sie während eines Telefon-Interview in Surigao City.

Doyle schrieb auf seiner Facebook-Seite im Februar, dass er einen Mordanschlag überlebte. Doyle hatte ein Bild von sich auf der Social-Networking-Site veröffentlicht, mit dem scheinbaren Einschussloch in einem Fenster hinter ihm. Es gibt auch ein separates Foto-Album, namens „Mordversuch“ mit 11 Bildern des Einschusslochs.

„Ich habe meiner Schwester vor zwei Jahren gesagt, dass ich wegen meiner Gutmütigkeit einmal ermordet werde.“ schrieb Doyle auf seiner Facebook-Seite am 4. Februar. „Jeder trägt hier eine Waffe.“ schrieb er.

(Vielen Dank an Haki vom IPP-Forum für den Hinweis auf den Artikel.)


Quelle: http://www.cbc.ca/news/canada/new-brunswick/story/2012/09/05/nb-philippines-charges-doyle-123.html