Hinterbliebenen eines ermordeten Norwegers erhalten 1 Mio. $

18. Sep. 2012 – Der philippinische Supreme Court (SC) hat ein Luxus-Hotel in Metro Manila dazu verurteilt, mehr als 1 Mio. $ Schadenersatz an die Familie eines Norwegers zu zahlen, der im November 1999 brutal erschlagen und in seinem Hotelzimmer ausgeraubt wurde.

In seiner 28-seitigen Entscheidung sagte der SC, das Shangri-La Hotel in Makati City, Metro Manila, sei für die „Schäden“ haftbar, die aus der Ermordung seines Gastes Christian Fredrick Harper, einem norwegischen Staatsbürger, resultierten.

Das Gericht betonte, das Management habe fahrlässig grundlegende und angemessene Sicherheitsmassnahmen, die von einem Fünf-Sterne-Hotel erwartet würden, nicht eingehalten. Deshalb sei ihr Argument hinfällig, dass sie als Hoteleinrichtung kein Versicherer der Sicherheit ihrer Gäste sei.

Das Management betonte auch, falls jemand fahrlässig war, dann Harper selbst, da er angeblich selbst seine mutmasslichen Mörder in sein Zimmer liess. Aber laut dem SC, wird von Hotels erwartet und als solche seien sie auch verpflichtet, nicht nur Unterkünfte für die Gäste, sondern auch Sicherheit für diese und ihr Gepäck zu bieten.

Der Supreme Court weiter: „Ansonsten würden die Hoteliers einfach tatenlos zusehen, wie Fremde uneingeschränkten Zugang zu allen Zimmern hätten unter dem Vorwand Besucher der Gäste zu sein, ohne haftbar zu sein, falls unvorsichtigen Gästen etwas Unerwünschtes widerfährt. Das wäre absurd, etwas das kein gutes Gesetz befürworten könne.“

Die Unterlagen des Gerichts zeigten, dass Harper der im 14. Stock des Hotels einquartiert war, beraubt und brutal erschlagen wurde, von einem Mann und einer Begleiterin. Bilder einer Überwachungskamera zeigten das Paar wie es nach Mitternacht im November 1999 das Zimmer des Opfers betrat.

Die Aufzeichnungen zeigten auch, wie der Verdächtige versuchte Harpers Kreditkarte zu verwenden, um eine teure Damenuhr in einem Einkaufszentrum in der Nähe des Hotel am nächsten Tag zu kaufen. Als er jedoch die Fragen der Mitarbeiter nach persönlichen Daten, zur Überprüfung seiner Identität nicht beantworten konnte, flüchtete er.


Quelle: http://gulftoday.ae/portal/730aac6a-cccf-49c1-91dd-bec3303927de.aspx