„Elfenbein-Priester“ wegen sexuellem Missbrauch suspendiert

27. Sep. 2012 – Der katholische Priester, der mit Elfenbein-Schmuggel in Verbindung gebracht wird, wurde auf Anordnung des Vatikans bereits früher in diesem Jahr suspendiert. Er wurde wegen sexuellem Missbrauch eines Messdieners, während er als Priester in Los Angeles vor über 20 Jahren war, angeklagt.

Die Missbrauchs-Anklage gegen Monsignore Cristobal Garcia wird derzeit von der Kongregation für die Glaubenslehre untersucht, berichtete CatholicCulture.org. „Monsignore Garcia wurde vom Dienst in der Erzdiözese Cebu suspendiert, wegen mehrerer Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs.“ hiess es dort.

In einem Interview mit Radio dzBB am frühen Donnerstag, sagte der Sprecher der Erzdiözese Cebu, Monsignore Achilles Dakay, dass Garcia bereits im Juni suspendiert und seiner Ämter enthoben wurde. Garcia ist es nicht erlaubt, die Messe zu lesen oder die Beichte abzunehmen. Der Bericht sagte weiter, dass er derzeit in einem privaten Krankenhaus in Manila stationär sei.

Ein Bericht von 2005 der Dallas Morning News besagt, Garcia gestand Sex mit einem Messdiener gehabt zu haben, der aussergerichtlich einen finanziellen Ausgleich erhielt. Garcia wurde aus dem Dominikaner Orden ausgeschlossen, nachdem eine Nonne der Polizei erzählte, dass ein Messdiener in seinem Bett in einem Pfarrhaus in Los Angeles gefunden wurde, so der Bericht.

Der Bericht sagte auch, dass Garcia daraufhin in die Erzdiözese seiner Heimatstadt Cebu floh, wo eine ungenannte Quelle behauptete, der Priester „ist fast unangreifbar, da seine Familie eine der reichsten in den Philippinen sei.“ Weiter heisst es in dem Bericht der Dallas News, dass Garcia einer von über 200 katholischen Geistlichen sei, die internationale Grenzen wechselten, um sich der Justiz zu entziehen und dennoch im Amt blieben.

Garcia wurde nun mit dem angeblichen Elfenbein Schmuggel in Verbindung gebracht, nachdem das National Geographic Magazin sich seiner Sammlung von aus Elfenbein geschnitzter religiösen Figuren widmete. Bereits zuvor, sagte der Erzbischof von Cebu und Präsident der katholischen Bischofskonferenz der Philippinen, Jose Palma, dass Garcias Fall an den Vatikan weiter gegeben wurde, der eine Untersuchung, lange vor der ausgebrochenen Schmuggel-Kontroverse veranlasste.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Und dennoch forderte Palma eine „neutrale“ Anhörung von Garcia, in Bezug auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Auf der anderen Seite, sagte Palma, die katholische Kirche unterstütze das Verbot des Handels mit Elfenbein, „wie es im Einklang mit ihrer Lehre auf die Bewahrung der Schöpfung sei.“

„In keiner Weise hat die katholische Kirche den Einsatz von Elfenbein für neue Figuren gefördert.“ sagte er in einer Erklärung und fügte hinzu, dass „der Bericht des National Geographic Magazines auf seine Richtigkeit hin geprüft werden müsse. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Artikel von Voreingenommenheit gegenüber religiösen Praktiken rieche.“

Im Jahr 1981 haben die Philippinen bereits das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) unterzeichnet, welches das Töten, den Verkauf, den Ankauf und das Sammeln von bedrohten Arten verbietet.

Malacañang sagte, das NBI führe bereits eine Untersuchung über die Angelegenheit mit Hilfe der Zollbehörden durch.


Quelle: http://www.gmanetwork.com/news/story/275808/news/nation/priest-in-ivory-scandal-suspended-earlier-by-vatican-for-sexual-abuse