Das „Maid-Gesetz“: Kosten, Ruhezeiten, Leistungen, Aufgaben

8. Sep. 2012 – Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf in letzter Lesung verabschiedet, das zusätzliche Vorteile für Haushaltshilfen oder „Kasambahays“ (Maids) bietet.

Das Gesetz sieht einen Mindestlohn von 3.500 Pesos pro Monat für Haushaltshilfen vor, in der National Capital Region (NCR). Hausangestellte, die in ‚first class municipalities‘ angestellt werden, haben demnach noch einen Anspruch auf 3.000 Pesos pro Monat und die in anderen Municipalities auf 2.000 Pesos pro Monat.

Abgesehen von den monatlichen Lohnzahlungen, den Grundbedürfnissen wie Nahrung, Unterkunft und Verpflegung sowie medizinischer Betreuung, sollen ‚Kasambahays‘ außerdem ein 13. Monatsgehalt bekommen und ihnen der Arbeitgeber Leistungen des ‚Social Security Systems‘, der ‚Philippine Health Insurance Inc.‘ und des ‚Pag-Ibig Funds‘ zur Verfügung stellen.

Ein Arbeitsvertrag soll zwischen der Haushaltshilfe und dem Arbeitgeber geschlossen werden, der die Dauer der Beschäftigung, die Aufgaben und Verantwortlichkeiten, sowie die Regelung von Ruhetagen und Abwesenheit regelt. Unter dem Gesetz steht Haushaltshilfen eine Ruhezeit von acht Stunden pro Tag zu und mindestens 24 aufeinander folgende Stunden Pause pro Woche.

Das Gesetz verbietet auch Schuldknechtschaft oder die Leistungserbringung zur Schuldenbezahlung durch die Haushaltshilfe und die Beschäftigung Minderjähriger. Eine Strafe von 10.000 bis 40.000 Pesos erwartet Zuwiderhandelnde, wenn das Gesetz vom Präsident unterzeichnet wurde.

San Juan City-Repräsentant JV Ejercito meinte, dass mindestens 1,9 Millionen ‚Kasambahays‘ von dem Gesetz profitieren werden. Der Gesetzentwurf wurde ursprünglich während des 10. Kongresses (1995-1998) eingereicht, wurde damals aber nicht verabschiedet.


Quelle: http://www.sunstar.com.ph/breaking-news/2012/09/06/house-okays-kasambahay-bill-241325