Wutausbruch kostet Autofahrer Führerschein, Job und mehr

18. Aug. 2012 – Das Land Transportation Office (LTO) sagte, der gewalttätige Autofahrer, der den öffentlichen Zorn für seinen Angriff auf einen ‚Traffic-Enforcer‘ („Verkehrspolizist“) auf sich zog (vergleiche Filmbericht hier), hat die Züge des berüchtigten Rolito Go (über den Fall haben wir hier berichtet), der verurteilt wurde wegen einem Mord an einem 25-jährigen Studenten für seinen unbeherrschten Wutausbruch im Strassenverkehr im Jahr 1991.

Die LTO National Capital Region (NCR) hat jedenfalls beschlossen, vorläufig den Führerschein von Robert Blair Carabuena auszusetzen, der dabei erwischt wurde, als er einen „Verkehrspolizisten“ der ‚Metropolitan Manila Development Authority‘ (MMDA) schlug, weil dieser ihn wegen eines Verkehrsverstosses anhielt.

Der Vorfall, der sich am vergangenen Samstag ereignete, wurde zufällig gefilmt und verbreitete sich seitdem wie ein Lauffeuer über Social Media Sites. Er zog nicht nur den Zorn der Internetnutzer und der Öffentlichkeit auf sich, sondern veranlasste auch die MMDA eine formelle Anklage gegen Carabuena einzureichen.

Der Leiter der LTO NCR, Atty. Teofilo Guadiz sagte, Carabuenas Führerschein sei zunächst für 60 Tage ausgesetzt worden, abhängig von dem schwebenden Verfahren über seinen Verstoss, der ein Überfahren einer roten Ampel und den tätlichen Angriff auf eine Autoritätsperson beinhaltet.

Er sagte, Carabuenas Führerschein kann auf Dauer widerrufen und beschlagnahmt werden, da das Gesetz vorsehe, wenn ein Verkehrsverstoss begangen wurde und der Fahrer oder Täter eine Autoritätsperson angreift, seine Fahrer-Lizenz widerrufen oder eingezogen werden kann.

Guadiz warnte auch andere hitzköpfige Autofahrer wie Carabuena, sich vom Straßenverkehr fern zu halten. „Die LTO-NCR wird dafür sorgen, dass Autofahrer wie Robert Carabuena niemals in den Strassen von Metro Manila fahren werden. Carabuena hat das Zeug zu einem weiteren Rolito Go.“ fügte er hinzu.

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Inzwischen wurde auch bekannt, dass die ‚Philip Morris Fortune-Tobacco Corporation‘ (PMFTC), bei der Robert Blair Carabuena als Manager im Personalwesen arbeitete, ihn wegen des Vorgangs gefeuert hat.

In einer Erklärung bestätigte das Unternehmen, dass Carabuena einer ihrer Angestellten war. Laut Angaben des Zigarettenherstellers, wird es solch unangemessenes Verhalten seiner Mitarbeiter nicht dulden.

Das Unternehmen sagte, Carabuena war in seiner persönlichen Freizeit unterwegs, als er sich mit dem Traffic-Enforcer Saturnino Fabros stritt und war nicht im Namen des Unternehmens unterwegs, als sich der Vorfall ereignete. „Das Unternehmen duldet kein solch unangemessenes Verhalten von einem seiner Mitarbeiter.“ hiess es in einer Erklärung.

Unterdessen sagte Yves Gonzalez, Leiter des Verkehrsbereiches, Fabros (der „Verkehrspolizist“) sei für sein Verhalten befördert worden. Gonzalez sagte, Fabros habe das richtige Verhalten eines Traffic-Enforcers gezeigt, da er selbst unter Druck seine Fassung bewahrt habe und nicht gegen den wütenden Autofahrer zurück geschlagen habe.

„Wir können diese Aggression und den schamlosen Angriff gegen unsere Männer nicht zulassen, die lediglich ihren Job tun, so gut wie sie können, unabhängig der Risiken, denen sie in den Strassen jeden Tag ausgesetzt sind.“ sagte der Vorsitzende der MMDA, Tolentino.

Direkter Angriff ist strafbar mit einer Haftstrafe von sechs Monaten bis sechs Jahren. Tolentino sagte, Carabuena sei strafrechtlich zu belangen, da er mit seinen Fäusten auf Fabros los ging, der in dem Augenblick eine Autoritätsperson war.


Quellen: http://www.tempo.com.ph/2012/rude-motorist-suspended-from-job-after-mauling-mmda-traffic-enforcer/
und http://www.tempo.com.ph/2012/road-rage-motorists-license-suspended/