Olympia – BMX Track: „Game over!“

10. Aug. 2012 – Es deutete sich bereits im Seeding Run am Mittwoch an, als der Filipino-Amerikaner Daniel Caluag, die schlechteste Zeit der 32 BMX-Fahrer fuhr. Die Zeit hat zwar keine direkte Auswirkung aufs Ergebnis des Viertelfinales, lieferte jedoch ein Indiz auf das Leistungsvermögen der Sportler.

So startete gestern der 25-jährige Caluag in der dritten Teilnehmergruppe mit 8 Fahrern. In fünf Durchläufen gelang es ihm kein einziges Mal, sich in der ersten Hälfte der Teilnehmer zu platzieren. Am Ende landete er zusammen mit einem Italiener auf dem letzten Platz seiner Gruppe und kann sich nun ganz auf seine Heimreise konzentrieren.

Caluag der in der USA lebt, wäre Berichten zufolge, lieber für sein Geburtsland, der USA gefahren. Aber diese hatten 4 deutlich schnellere Fahrer in das Feld der 32 Akteure geschickt, von denen sich 3 für das Halbfinale qualifizierten. Warum die Philippinen Teilnehmer anderer Länder zur Olympiade nach London schickten (wie z.B. auch im Judo), die dort bereits durch deren Qualifikation gefallen sind, bleibt deren Geheimnis.

Somit ist die Olympiade für die Philippinen beendet, erwartungsgemäss ohne Medaille. Es gab allerdings einen kleinen Lichtblick im Boxen, wo Mark Anthony Barriga einen Kampf gewann und den zweiten umstritten verlor. Vielleicht besinnen sich die Philippinen auf diese Disziplin, mit der sie zuletzt auch bei Olympia erfolgreich waren, als sie 1996 in Atlanta die Silbermedaille gewannen.

Dennoch ist das Ergebnis schade, nicht nur für die Sportler, sondern für das ganze Land. Aber zum Gewinnen gehört eben mehr dazu als „nur“ teilzunehmen …