Hilfsaktionen nach dem „Habagat“ – Bisher 66 Tote

12. Aug. 2012 – Die philippinischen Behörden versuchen mehr als zwei Millionen Menschen mit Nahrungsmittel und anderen Hilfsgütern am Samstag zu versorgen, die von grossflächigen Überschwemmungen betroffen sind, während die Zahl der Todesopfer auf 66 stieg, sagten die Behörden.

Die Überflutung, die 80 Prozent von Manila zu Beginn der Woche weitgehend unter Wasser setzte, ging inzwischen soweit zurück, dass die Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Dennoch blieben mehr als 100 tiefer liegende Städte und Gemeinden im Norden unter Wasser.

Der Leiter des Zivilschutzes Benito Ramos sagte, die riesige Anzahl der vertriebenen Bevölkerung, darunter 441.000 evakuierte Menschen die in überfüllten Lagern zusammengepfercht wurden, müssten versorgt und verpflegt werden für wenigstens weitere sieben Tage.

„Der Grossteil unseres Einsatzes ist im Rahmen der Hilfe, aber auch in der Reinigung.“ sagte Ramos im Interview. „Die Freiwilligen Helfer stellen 100.000 Lebensmittelpakete zusammen, zur sofortigen Verteilung.“

Der staatliche Katastrophendienst sagte, man versorgte fast 758.000 Menschen am Samstag, die von den Fluten vertrieben wurden, deutlich mehr als am Vortag, als Zehntausende in Evakuierungszentren über Nacht eintröpfelten. Aber mit 2,68 Millionen betroffener Menschen, im Vergleich zu 2,44 Millionen am Freitag, würden viele sich selbst überlassen.

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In Calumpit, einem bäuerlichen Dorf etwa 50 Kilometer nördlich von Manila, trat der unverheiratete Bauarbeiter Ronaldo Cruz aus seinem Haus und steckte gleich in den hüfthohen Fluten, um nach Nahrung von seinen Nachbarn und Verwandten zu bitten, denen es noch besser erging.

„Wir haben auf Hilfsgüter gewartet, aber es sind keine gekommen.“ sagte der 32-Jährige, der mit sieben anderen Verwandten zusammen lebt. „Vielleicht reicht es nicht für alle.“ sagte er. Da die Kapazität der Evakuierungszentren erschöpft ist und die Häuser vom Hochwasser umgeben sind, seien viele Bewohner von Calumpit gezwungen, auf ihren Dächern zu leben.

Das UN ‚World Food Program‘ (WFP) sagte, es habe 52,5 Tonnen energiereiche Kekse bereitgestellt sowie Lastwagen angemietet, um der Regierung beim Transport der Hilfsgüter zu helfen. „Das WFP ist traurig über die humanitären Auswirkungen der ununterbrochenen Regenfälle der letzten Woche auf den Philippinen.“ sagte ihr Landes Chef Stephen Anderson in einer Erklärung.

Die UN-Organisation sagte auch, sie plane zusätzliche Nahrungsmittel für etwa 77.000 Kinder in den überschwemmten Gebieten zu verteilen. Die Regierung sagte am Samstag, dass 66 Menschen in Folge des ‚Habagat‘ (Südwest-Monsun) getötet wurden.


Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/nation/08/11/12/ph-rushes-aid-floods-kill-66