8 Tote, während heftige Regenfälle Metro Manila lähmen

7. Aug. 2012 – Sintflutartige Regenfälle in der philippinischen Hauptstadt lösten einen Erdrutsch aus, der acht Menschen tötete. Rettungskräfte der Regierung wurden zur Rettung und Evakuierung geschickt, da Zehntausende Bewohner auf den Dächern ihrer überschwemmten Häuser gestrandet waren.

Unaufhörliche Regengüsse durch den saisonalen Monsun, überschwemmten grosse Dämme und Flüsse in Manila und den umliegenden Provinzen und setzten die Behörden und Rettungstruppen in Alarmbereitschaft. Die Hauptstadt und andere Teile der Philippinen wurden bereits in der vergangenen Woche von Typhoon Saola durchtränkt, der Manila und den Norden mehrere Tage lang traf. Das Unwetter war verantwortlich für mindestens 53 Todesfälle.

Aber Manilas Wetterdienst PAGASA sagte, ein separater tropischer Sturm aus Ost-China, habe den Monsunregen auf den Philippinen verstärkt und war verantwortlich für die jüngste Flut, die am Montagabend begann und bis Dienstag Morgen nicht locker liess. In Quezon City, traf ein Erdrutsch eine Reihe von Wohnhütten in einem Slum an einer Strasse und begrub laut Augenzeugen acht Menschen. Armee-Truppen und die Polizei gruben fieberhaft, um die Verschütteten, darunter vier Kinder zu retten. Alle Opfer wurden später tot ausgegraben.

Der Chef der nationalen Polizei, Nicanor Bartolome, ging vor Ort um sich einen persönlichen Eindruck zu holen und liess alle anderen Slumbewohner aus der Gefahrenzone evakuieren. Fernsehbilder zeigten Retter, die sich an Seilen entlang hangelten, um Kinder und andere Bewohner aus den überfluteten Häusern in Sicherheit zu bringen. Viele Bewohner waren in ihren Häusern vom Hochwasser eingeschlossen und riefen verzweifelt um Hilfe.

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Fahrzeuge und sogar schwere LKWs hatten zu kämpfen, um durch die überfluteten Strassen zu steuern, wo Hunderttausende von Pendlern über Nacht strandeten. Viele Autos blieben in dem schlammigen Wasser stecken. Der La Mesa Damm, der die 12 Millionen Menschen der Hauptstadt mit Wasser versorgt, lief am frühen Dienstagmorgen über, wodurch Quezon City sowie die Städte Malabon, Valenzuela und Caloocan überflutet wurden. Entlang des angeschwollenen Marikina Rivers, wurde die Polizei eingesetzt, um mehr als 5.000 Einwohner von den Ufern zu evakuieren.

Präsident Aquino berief eine Krisensitzung mit seinem Kabinett und Beamten der Katastrophenhilfe ein, wie mit den grossflächigen Überschwemmungen umzugehen sei. Er ordnete Beamte an sicherzustellen, dass allen Bewohner in überfluteten Villages geholfen werden kann, auch denen die von Stromausfällen betroffen sind.

Die philippinische Börse im Finanzdistrikt von Makati, der auch überschwemmt wurde, blieb geschlossen. Ebenfalls geschlossen wurde die US-Botschaft entlang der Manila Bay in der historischen Altstadt, die bereits letzte Woche überflutet wurde, als eine Sturmflut das Wasser über den Deich drückte. Das Militär, das bei den Rettungsarbeiten ebenfalls beteiligt war, sagte mehrere Veranstaltungen wegen des Hochwassers ab, einschliesslich einer Prämienverleihung an Tippgeber, die den Truppen dabei halfen, al-Qaida verbundene Militante zu fassen.

Im Jahr 2009 verwüsteten massive Überschwemmungen, hervorgebracht von einem Taifun, Manila und die umliegenden Gebiete und tötete Hunderte von Bewohner in tobenden Sturzfluten. Der staatliche Wetterdienst sagte, dass das aktuelle Hochwasser nicht so schwerwiegend wie damals war. Das Wetter soll im Laufe dieser Woche besser werden. Der auslösende Taifun Gener (internationaler Name: Saola) war der siebte von rund 20 Taifunen und Stürmen, die jährlich auf den Philippinen erwartet werden.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/244783/8-killed-as-heavy-rains-paralyze-metro-manila