Von wegen Toleranz gegenüber Homosexuellen …

7. Juli 2912 – Die Diskriminierung von Homosexuellen und Menschen, die mit HIV infiziert sind, tragen zu dem rasanten Anstieg der unheilbaren Krankheit auf den Philippinen bei, sagten Beamte und Gesundheitsschützer am Freitag.

Entgegen dem toleranten Image des Landes, werden Menschen mit HIV von ihren Kommunen geächtet und selbst von Ärzten, sagten die Beamte auf einem Forum über die Rechte der Infizierten.

Unter den Formen der Diskriminierung sind Menschen, die ohne ihr Wissen getestet werden, Testergebnisse welche man durchsickern lässt und infizierte Menschen welche einer Haft vergleichbar festgehalten und unter Quarantäne gestellt werden, wobei manche sogar gezwungen werden, ihre Häuser zu verlassen.

„AIDS ist die moderne Lepra.“ sagte Edu Razon, Leiter von Pinoy Plus, einer Vereinigung von Menschen die mit dem HIV-Virus das AIDS verursacht, infiziert sind. Als Ergebnis davon, verbergen viele Menschen die Tatsache, dass sie infiziert sind oder vermeiden sogar völlig sich testen zu lassen, so dass dies die Eindämmung der Seuche erschwert.

„Die Menschen wollen wegen der Stigmatisierung nicht getestet werden. Es gibt diese fatalistische Vorstellung, dass sie es lieber nicht wissen wollen.“ sagte Razon in dem Forum.

Die Zahl der entdeckten HIV/AIDS-Fälle in den Philippinen, die eine Bevölkerung von 94 Millionen Menschen hat, ist mit 9.669 Fälle seit 1984, noch relativ gering, zumindest nach Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Aber die Philippinen sind eines von nur sieben Ländern auf der UNAIDS-Liste (UN Programm zur Bekämpfung von HIV/AIDS), die steigende Infektionsraten im Jahr 2010 auswiesen.

Susan Gregorio, vom staatlichen AIDS-Rat sagte, es gab in diesem Jahr schätzungsweise 27.840 Fälle von HIV/AIDS in den Philippinen, wobei diese Zahl voraussichtlich auf 35.940 im Jahr 2015 klettern wird.

Infektionsraten sind insbesondere steigend unter homosexuellen Männern und verbreiten sich ausserhalb der verstädterten Gebiete, wo das Virus bisher konzentriert war, warnte sie.

Diskriminierung von Homosexuellen und Transsexuellen wird diese auch weiterhin davon abhalten, sich testen zu lassen, hiess es.

„Die Gesellschaft umarmt Homosexuelle solange sie zur Unterhaltung beitragen. Das wird auch solange bleiben, wie wir keine besonderen Rechte verlangen.“ sagte Jonas Bagas, Leiter einer Homosexuellen-Rechtsvereinigung.

Er sagte dem Forum, dass die Polizei in Manila routinemässig Razzien in Lokalen durchführt, die von homosexuellen Männern frequentiert werden, um von ihnen Geld zu erpressen.


Quelle: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gWDvncaSsyY0r8-gHrWES1bQmTog?docId=CNG.22f10d8bd159526c2b745a99cf7426f8.371