Schwer verletzter Walhai – wann kommt das Fütterungsverbot?

29. Juli 2012 – Er ist der in Oslob am häufigsten erscheinende Walhai, von den Einheimischen als „Fermin“ bezeichnet.

Den Meeresforschern war aufgefallen, dass Fermin seit drei Tagen in diesem Monat verschwunden blieb. Jetzt tauchte er wieder auf, aber mit elf S-förmigen Schnitten in seinem Gesicht und einem verletzten linken Auge, was das Ergebnis eines Kontakts mit einer Bootsschraube ist.

Fermin muss Nahrung erwartet haben, wie andere freundliche Walhaie, die nahe an der Küste Oslobs schwimmen und den paddelnden Booten der Fischer folgen, die sie mit Kleinkrebsen anfüttern, einer Strategie, die Touristen ermöglicht, möglichst nahe mit den weltweit grössten Fischen zusammen zu treffen.

Fotos von Fermins geschnittenem Gesicht erschienen im Blog der in Italien ansässigen Forschungsgruppe Physalus in ihrem ‚Large Marine Verterbrate Project‘ (Lamave). Die Entdeckung hat eine Online-Petition ausgelöst, welche die Umweltbehörden auffordert, die Tourismus bedingte Praxis der Walhai-Fütterung zu stoppen.

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„Ich glaube nicht, dass die Fütterung gut ist, da sie das natürliche Verhalten der Walhaie ändert. Es wird sie von der natürlichen Wanderung abhalten. Sie werden von Menschen missbraucht, was gefährlich ist, da wir uns wie Raubtiere benehmen.“ sagte Alessandro Ponzo, Direktor des Physalus. „Die Gefahr ist nicht in Oslob. Es ist das Lernen, dass sie in Oslob Futter erhalten, das ist gefährlich. Das Hauptproblem entsteht, wenn sie Oslob verlassen. Dann werden sie von Propellern anderer Boote verwundet.“

Marine-Experten war aufgefallen, dass mehrere Walhaie Kopfverletzungen und Narben hatten, die sie von Booten erhielten. Die Meerestiere schienen auch Luftblasen zu verwechseln – von Tauchern, Schnorchlern und Propellerblätter – die sie für Nahrung hielten.

Die Praxis der Fütterung hat Oslob in eine neue Walhai-Beobachtungs Hauptstadt der Philippinen gemacht und wird derzeit in Moalboal dupliziert. Oslobs Walhai-Besichtigungen begannen im Januar dieses Jahres und zieht täglich 400 Besucher an und am Wochenende doppelt so viele. Die meisten Besucher wurden im Februar während des chinesischen Neujahrs aufgezeichnet, als es fast 2.000 waren.

Zwar gibt es in Oslob eine kommunale Verordnung, die die Walhaibeobachtung regelt, aber die Regeln werden nicht konsequent und vollständig umgesetzt.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/238269/scar-face