Palawan, die tickende Zeitbombe

13. Juli 2012 – Puerto Princesa wurde lange für eine verschlafene Stadt gehalten, die berühmt für ihre grünen Boulevards und das Fehlen von verstopften Strassen war, einem sehr willkommenen Unterschied zu anderen Grossstädten in den Philippinen. Diese Tage scheinen definitiv vorbei zu sein, da man von der Bekanntheit überrollt wird. Puerto Princesa ist berühmt für seinen Underground River, ein Naturwunder, das im Jahr 1999 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt wurde. Während der Tourismus auf den Philippinen im vergangenen Jahr um 11% wuchs, hat Puerto Princesa einen geschätzten Sprung zwischen 25% und 40% an Touristen erlebt.

Viele Gründe können diesen Boom erklären: Puerto Princesas Underground River wurde letztes Jahr zu einem der neuen 7 Weltwunder der Natur erklärt, was die Attraktivität und Bekanntheit bei den Reisenden auf der ganzen Welt fördert. Zum Zeitpunkt der Nominierung stiegen die Buchungen der Hotels auf Anhieb um über 60%. Dann gibt es mehr Budget-Airlines, die Flüge nach Puerto Princesa anbieten.

Im vergangenen Jahr begrüsste Puerto Princesa bereits 522.000 Besucher und das offizielle Tourismus-Büro prognostizierte 625.000 Besucher für das Jahr 2012. Die Zahlen könnten im Jahr 2013 dann mehr als 800.000 erreichen und wahrscheinlich die Eine-Million-Marke im Jahr 2014 knacken. Dies würde bedeuten, dass in weniger als vier Jahren, Puerto Princesa seine Touristenzahlen verdoppelt. Und die Behörden sprechen bereits von zwei Millionen Touristen, vor Ablauf des Jahrzehnts.

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Puerto Princesa ist bereits das siebtbeliebteste Reiseziel der Philippinen. Es könnte schnell auf die fünfte Position klettern … Mit der Zunahme der Touristenzahlen und dem prognostizierten Wachstum, werden in den kommenden Jahren Hotel-Investitionen beschleunigt: 17 neue Hotels sind im Bau in Puerto Princesa. Sechs Objekte wurden bereits im Jahr 2011 eingeweiht.

Das rasante Wachstum bringt auch einige praktische Probleme für den Tourismus. Vor allem bei der Aufrechterhaltung des empfindlichen Gleichgewichts des UNESCO-Weltnaturerbes, dem unterirdischen Fluss. Dieses Naturparadies mit seinem einzigartigen Mineralleben, wird im Durchschnitt von 45.000 Menschen pro Monat besucht. Der Zugang zum unterirdischen Fluss wird streng geregelt, eine Bedingung von der UNESCO zum Schutz des Ökosystems. Der Bootsverkehr auf dem Fluss sowie die Plätze in den Booten, sind ebenfalls limitiert. Puerto Princesa müsste den Besucherstrom weiter limitieren, wenn keine neuen Regeln eingeführt werden. Der beste Weg ist, neue Attraktionen für Touristen zu schaffen.

Puerto Princesa steht vor einer klassischen tickenden Zeitbombe, die das Tourismusziel zerstören könnte, wenn nicht schnell gehandelt wird.


Quelle: http://traveldailynews.asia/news/article/49957/tourism-boom-reaches-now-puerto