Olympia – Gewichtheben und Tontaubenschiessen

30. Juli 2012 – Der Tag begann für die philippinische Olympia-Mannschaft und deren Athleten optimistisch. Eine Zeitung lobte den Schützen, der mit einer Wildcard ins olympische Turnier kam, als einen der ganz Grossen, der seiner Nation und seiner 3.000 US$ teuren Flinte noch viel Ehre bringen würde. (Vielleicht dachte der Redakteur, die Wumme muss nur zum Schiessstand getragen werden und den Rest regelt die 3.000 $ Automatik …)

Doch meist kommt alles anders im Leben als man selbst oder gar andere für einen planen. So begann am Morgen, Paul Brian Rosario, in der zweiten Gruppe den Schiesswettbewerb. Vielleicht war er noch nicht ganz wach, denn die erste von drei Durchgängen endeten bereits mit einer Katastrophe für ihn, da seine Treffgenauigkeit nur zum Rang 24 von 36 Schützen reichte.

Der zweite Durchgang sollte es dann richten! Doch der war noch katastrophaler und warf ihn zwischenzeitlich auf Platz 33 nach Ende der zweiten Runde. Der 30-jährige stand mit diesem Ergebnis bereits im Aus, da er diesen Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Und prompt legt er eine perfekte dritte Rund hin in der eine 100%ige Trefferausbeute landete. Leider zu spät, er beendet die Qualifikation auf Rang 32.

Das Gewichtheben der Frauen ist die Disziplin der 21-jährigen Hidilyn Diaz, genau genommen dessen 58kg-Klasse. Sie liess ihren Kolleginnen den Vortritt, da sie erst mit 92 kg im Reissen beginnen wollte, wohl um ihre Kräfte zu schonen. Sie schaffte im ersten Versuch das Gewicht. Die nächste Hürde: nochmal 5 kg mehr, also 97 kg. Doch im ersten Versuch scheiterte sie, im Zweiten riss sie dann die 97 kg.

Das Stossen, dessen Gewicht zum Gewicht des Reissens addiert wird, sollte dann die Entscheidung auf unerwartete Weise bringen. Sie liess ein relativ hohes Gewicht auflegen: 118 kg! Erster Versuch – nicht geschafft! Zweiter Versuch – auch daneben… Jetzt muss der dritte Versuch aber sitzen! Doch was für ein Schreck: sie scheitert, was die Disqualifikation bedeutete. Leider verzockt … schade.

Übrigens morgen wird es spannend: Mark Anthony Barriga greift in den Box-Wettbewerb ein. Wenn er nur ansatzweise so talentiert ist, wie sein Vorbild Pacquiao und seine Qualitäten auch zeigt, dann sind wir wieder zufrieden.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Quelle: Eigenbericht