Der Reise-Insider: Besuchen Sie mal die Philippinen

8. Juli 2012 – Willkommen beim ‚Travel Insider‘ (Rubrik einer amerikanischen Zeitung), einer gelegentlichen Serie, in der wir uns die Reiseziele der Welt von denen, die dort gelebt haben oder oft dorthin reisen, präsentieren lassen.

Der Ort: Philippinen

Der Experte: James W. Kho, 66, aus Sacramento, der in Manila geboren wurde, das College an der University of the Philippines besuchte und regelmässig für ein paar Tage oder mehrere Wochen zurückkehrt.

Was sind die kulturellen Unterschiede zwischen den Philippinen und den Vereinigten Staaten? Wie sollten Reisende darauf reagieren?

Die Freundlichkeit und der Kundenservice der Filipinos sind unerreicht. Englisch ist weit verbreitet und die Kultur ist ziemlich verwestlicht. Die Lebenshaltungskosten sind wesentlich geringer, so dass ich diesen Vorteil nutze und viele der besten Restaurants dort besuche.

Nennen Sie eine lokale Delikatesse, die Touristen unbedingt probieren müssen.

Es gibt viele exotische Früchte und Speisen, die einen Versuch wert sind. Die meisten Amerikaner haben wahrscheinlich noch nichts von Balut gehört (ein befruchtetes Ei, das in der Schale gekocht und gegessen wird) oder Dinuguan (Schweineblut Eintopf – Anm. ähnlich dem Schweinepfeffer). Aber auf den Philippinen wachsen die besten Mangos – unerreicht von denen aus Mexiko. Sie können frisch gegessen werden oder in einer Vielzahl von Desserts. Mango Shakes sind auch sehr lecker.

Haben Sie irgendwelche Tipps für die preiswerte Anreise auf die Philippinen?

Sie können nur mit dem Flugzeug auf die Philippinen reisen. Einmal in den Philippinen, kann man die Ziele auf den Inseln auf verschiedene Weisen erreichen, einschliesslich Bangkas (kleine Boote), Fähren, Schiffen und öffentlichen Bussen.

Für kürzere Strecken empfehle ich eine Fahrt in einem Tricycle (Motorrad mit Beiwagen), einer Calesa (Pferdekutsche) oder einem Jeepney – einem extravagant dekorierten, notorisch überfüllten Bus/Geländewagen, ursprünglich gefertigt aus den zurückgelassenen US-Militär Jeeps aus dem Zweiten Weltkrieg.

Ich fuhr sogar einmal mit einem von einem Wasserbüffel (Carabao) gezogenen Karren. Die Philippinen haben 7.100 Inseln, so dass die meisten Ziele auf dem Seeweg erreicht werden können.

Wie sicher und effizient sind schnelle Verkehrsmittel (Bus, U-Bahn, Taxi)?

Es gibt keine U-Bahnen und der Verkehr ist die meiste Zeit übel. Die Sicherheit der öffentlichen Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren viel besser geworden. Registrierte Taxis (von Flughäfen oder Hotels) sind die beste Wahl. Die Einheimischen bevorzugen den LRT (Light Rail Transit) oder Sammeltaxis.

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An welchen zwei Orten, kann man das wahre Philippinen erleben – fernab der touristischen Route?

Zwei Plätze kommen mir da spontan in den Sinn in Manila: Luneta Park und Chinatown.

Luneta geht der Küste entlang in der Manila Bay. Um 5 oder 6 Uhr morgens ist der Platz gerammelt voll mit Menschen, die Joggen und Sport treiben. Das ist die beste Zeit dies zu geniessen, wenn die Sonne gerade aufgeht und es noch nicht so heiss ist. Viele Strassenverkäufer sind dort und bieten Essen und Getränke an.

Chinatown ist an der Ongpin Street gelegen und ist grösser als die Chinatowns von San Francisco oder New York City. Die Einheimischen leben dort, essen, gehen einkaufen, besuchen Schulen, gehen zum Gottesdienst in Binondo oder Santa Cruz und tragen so mit ihrem Leben zu einer ziemlich einzigartigen und exotischen Atmosphäre bei.

Wenn Ihre Schwiegereltern zu Besuch in die Philippinen kämen, was würden Sie ihnen zeigen und warum?

Intramuros wäre eine meiner Wahl. Es hat Überreste der spanischen Kolonialherrschaft, einschliesslich einer Festung. Die von Mauern umgebene Stadt verfügt über Wohnungen, Läden, öffentliche Gebäude und Strassen mit Kopfsteinpflaster aus den alten Tagen.

Wenn es die Zeit erlaubt, würde ich ihnen Boracay zeigen, wo es den feinsten Sand gibt. Ich habe Sand aus Boracay in einer Flasche als Souvenir mitgebracht und es sah so sehr nach Zucker aus, dass ihn Freunde versehentlich in ihren Kaffee taten.



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Wie würden Sie die Einstellung der Einheimischen gegenüber Touristen beschreiben?

Aussergewöhnlich freundlich. Die Leute, die man auf der Strasse trifft, werden ohne weiteres helfen, wenn Sie Unterstützung brauchen.

Welchen Ort sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man in den Philippinen ist?

Jeder, der auf die Philippinen reist, wird wahrscheinlich in einer der grossen Städte, wie Manila landen. Wer Strände und Tauchen liebt, hat die Qual der Wahl. Spieler werden die zahlreichen Casinos mögen und wer das Nachtleben mag, wird keinen Mangel an Diskotheken, Karaoke oder Nachtclubs entdecken. Wer gerne einkauft, wird in der ‚Mall of Asia‘ im siebten Himmel schweben. Für mich wären Spas die erste Wahl, wo man ausgezeichnete Massagen und Spa-Behandlungen zu einem unglaublich günstigen Preis erhält.

Welches Reiseziel kann man getrost überspringen?

Ich würde Quiapo oder Divisoria auslassen, es sei denn, Sie sind mit einem Einheimischen da. Auch wenn es ein riesiger Markt ist, es gibt viele Taschendiebe sowie die Strassen und Bürgersteige sind etwas schmutzig.

Was ist es, weshalb Sie wieder in den Philippinen leben wollen?

Die Kosten sind ein wichtiger Aspekt. Man kann sehr bequem in den Philippinen mit einem kleinen Einkommen aus der USA leben. Aber es ist die Aufregung in einer Grossstadt zu leben und in einer kurzen Zeit in entlegene Gebiete zu reisen, um die Einsamkeit des Ozeans zu geniessen.

Haben Sie jemals in Betracht gezogen zurück zu gehen, entweder zu Besuch oder zu Leben?

Ich gehe zurück, so oft ich es kann. Ich habe eine Eigentumswohnung in Manila gekauft.


Quelle: http://www.sacbee.com/2012/07/08/4612658/take-a-ride-in-the-philippines.html#mi_rss=Living%20Here