Werbespots „More fun in the Philippines“ auf dem Prüfstand

3. Juni 2012 – Am vergangen 30. April veröffentlichte das Tourismusministerium (DOT) seine beiden Werbespots – ein 30 Sekunden langer „Meme TVC“ und ein 15 Sekunden langer „Tarsier TVC“ – die zu verschiedenen Reaktionen der philippinischen Internetnutzer führten, mich eingeschlossen.

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Ich erinnere mich noch als ich eifrig auf den Youtube-Link klickte, glücklich dass meine berüchtigte Internetverbindung den grauen Balken von dem roten nicht einholen ließ. Ich beobachtete den Werbespot ein, zwei, dreimal. Meine spontane Reaktion war: „War das schon alles?“. Eine Reaktion, die wie ich später erfuhr, mit anderen teilte.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=pzaD1FEelqE[/youtube]

Ich kann nicht sagen, dass ich es nicht mochte, aber es riss mich nicht vom Hocker. Ich mochte es gerade so, aber es gefiel mir nicht sehr.

Es war ein Gefühl der Unzufriedenheit, das ich versuchte abzuschütteln. Später folgte auf dieses Gefühl eine Besorgnis, als ich auf die Kommentare blickte und fühlte die Finger, die auf mich zeigten, ein „Negatron“ zu sein, ein Slang aus den Worten Negativ und Transformer. Verwandle ich mich in etwas anderes? Wachsen an meiner Hand Krallen, die die Bemühungen der Kampagne wieder in Teufels Küche ziehen?

Ich als TV-Produzent fragte mich, ob ich Arroganz ausstrahle und unterstelle es besser machen zu können? Oder vielleicht, der philippinischen kreativen Kompetenz bewusst seiend, wusste ich, dass wir es tatsächlich besser getan hätten. Ich sage „wir“, denn egal ob es jetzt gut oder schlecht war, ist es immer noch „unsere“ Kampagne.

Ich riskiere jetzt mit Steinen beworfen zu werden, doch ich glaube die Werbespots hatten einen Teil an Treffern und Fehlschüssen. Und ja, am Ende des Tages kann auch das Schreiben einer Kritik „in den Philippinen mehr Spaß machen“.

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Großartige Kampagne, schwaches Video

Dies waren die Voraussetzungen: Wir sind nicht reich, aber wir gehören sicher zu den aktivsten und zahlreichsten Social Media Nutzern in der Welt. Den Nutzen aus diesen Faktoren ziehend, ist die Kampagne selbst ein Geniestreich.

Nachdem BBDO-Guerrero zwei weitere „It’s more fun in the Philippines“ Materialien produzierte, folgten rund 12.000 weitere Memes. Heutzutage überspringen die Menschen die traditionelle Medienwege und verbreiten im Internet alles wie einen Virus.

Die Kampagne war ein Versuch diesen Verbreitungsweg zu nutzen und es gelang ihnen. Der Slogan verbreitete sich weltweit und Filipinos genauso wie Ausländer trugen zu diesem Transport bei. Die Leute lieferten Gründe warum „es mehr Spaß in den Philippinen machte“. Und dies wurde auch in dem Werbespot gut präsentiert. Es war lustig, ansprechend und originell.

Es war eine tolle Kampagne. Aber ein Tourismus Werbespot ist eine andere Sache.

Die Botschaft

Ja, die Botschaft ist einfach genug, da es andere Leute wagen eigene Memes zu erstellen. Doch der Punkt eines Tourismus Videos ist, Ausländer einzuladen das Land zu besuchen, das das Video bewirbt.

Die Bilder und Videos in dem Werbespot waren kreativ, aber waren sie auch einladend?

Wenn ich mir vostelle aus dem Westen zu kommen, dann wollte ich gerne erstaunt und begeistert werden mit Farbe, Kultur, Essen, Bewegung und Musik. Ich würde mich gerne angezogen fühlen von dem einzigartigen philippinischen Geist und Identität, neben dem „mehr Spaß haben“.




Die malaysischen und indischen Videos

Die Bildmontage der weiterverbreiteten Memes erblassen beim Vergleich mit den Tourismus Videos von Malaysia und Indien.

Malaysia hebt darauf ab, ein Schmelztiegel der Rassen und Religionen zu sein und präsentiert sich selbst als „Wahres Asien“. Die Darstellung eines westlichen Mannes und seiner Frau, die zusammen die schönste Zeit ihres Lebens in Malaysia verbringen, ist jedoch eine etwas aggressive Verkaufsstrategie. Aber dann wiederum ist es ein Tourismus Video und wenn seine Zielgruppe dem Trick in dem Video folgt, warum nicht?

Malaysia macht das eigentlich ganz gut, da es 12,1 Prozent der internationalen Touristen in Asien/Pazifik hat.

Das „Unglaubliche Indien“ auf der anderen Seite, erzählt eine Geschichte über einen indischen Mann, der eine Postkarte schreibt. Vermutlich ist er halb Inder und entdeckt gerade seine Wurzeln in seiner Heimatstadt.

Ich sah mir den Werbespot ein, zwei, dreimal Mal an und obwohl ich kein indisches Essen mag, überzeugte mich der Spot und zeigte mir, dass Indien wirklich unglaublich ist. Während ich dies schreibe, denke ich ernsthaft daran, Indien bald zu besuchen. Die Botschaft kam an. Das Video funktionierte.

Das Medium ist die Botschaft

Der renommierte Kommunikationswissenschaftler Marshall McLuhan sagte: „Das Medium ist die Botschaft.“ Im Falle des DOT Spots ging die Botschaft vielleicht irgendwo in dem Medium verloren. Vielleicht war zu viel Unterhaltung in der Verteilergemeinde, die das tat.

Heutzutage entwerfen Marken Videos, die ihre Kampagnen unterstützen sollen, während sie auch separate Werbespots besitzen. Ich denke, dass die DOT Spots sich hervorragend verbreiten, aber als Tourismus Werbung verlieren sie ihre Botschaft.

Aber wir werden abwarten. BBDO-Guerrero und Tourismusminister Jimenez sagten, dass noch mehr kommen wird. Hoffentlich jedoch etwas Besseres. Autor: Alina R. Co


Quelle: http://www.gmanetwork.com/news/story/260338/lifestyle/culture/reviewing-tourism-tvcs-more-fun-in-the-philippines