Weiter Diskriminierung Andersgläubiger in Behörden, Schulen

23. Juni 2012 – Nach dem der Rep. Raymond Palatino eine scharfe Verurteilung der katholischen Bischöfe und anderen Laienführern auf sich zog, entschuldigte er sich kleinlaut und zog seinen Versuch eines Gesetzentwurfes zurück, mit dem er religiöse Rituale und Symbole in öffentlichen Gebäuden und Behörden verbannen wollte. Er sah dies im Einklang mit der Verfassung, die eine Trennung von Kirche und Staat vorsieht.

Palatino sagte, er ziehe die House Bill (Gesetzentwurf) Nr. 6330 zurück, wegen der Reaktion und dem Aufschrei einiger Mitglieder, Abgeordneter und Unterstützer, verschiedener Gruppen, Institutionen und der Öffentlichkeit.

„Wir sollten deutlich machen, dass der Gesetzentwurf nicht die Absicht hat ‚Gott zu verbieten‘, eine Religion oder Weltanschauung zu unterdrücken oder Regierungsangestellte bei der Ausübung ihres Glaubens zu hindern. Der Zweck des Gesetzentwurfs ist es, sicherzustellen, dass Behörden nicht zugunsten einer Religion handeln oder gar andere diskriminieren.“ sagte Palatino in einer Erklärung.

Palatino entschuldigte sich aufrichtig für eventuelle Beleidigungen, die der Gesetzentwurf verursacht haben könnte. „Wir sind traurig, dass wir damit die religiösen Gefühle von vielen getroffen haben. Denn unser Wunsch war gerade das Gegenteil, die Förderung religiöser Sensibilität und Harmonie.“ fügte er hinzu.

(Anmerkung: der Gesetzentwurf richtete sich ähnlich dem deutschen „Kruzifix-Urteil“ gegen Kreuze in Gerichtssälen, Krankenhäusern oder Schulen. Auch sah er z.B. die Abschaffung von Gebeten vor jeder Gerichtsverhandlung, jedem Unterrichtsbeginn in Schulen oder gar vor jeder Unterrichtsstunde, vor. Aber auch der religiösen Rituale in der Politik.)


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/217369/representative-palatino-apologizes-withdraws-anti-god-bill