Reisterrassen ein „Ausdruck von heiligen Traditionen“

28. Juni 2012 – Die alten Reisterrassen der Philippinen, die wie eine riesige grüne Treppe in die Berge geschnitzt sind, wurden von der Liste der gefährdeten Weltkulturstätten der UN gestrichen, sagte das UN-Büro in Manila am Mittwoch.

Das seit 2000 Jahren bestehende Kultur-Denkmal wurde im Jahr 2000 in die Gefähdetenliste auf Antrag der philippinischen Regierung aufgenommen, um nationale und internationale Hilfe zu mobilisieren und für eine bessere Erhaltung zu werben.

„Beide Aktionen wurden erfolgreich durchgeführt, was zur Erhaltung der hoch liegenden Reisfelder führte.“ sagte das UN-Informationsbüro in einer Erklärung. Die UNESCO erklärte, sie habe die Hilfe für die philippinischen Bemühungen um die Reisfelder um 153.200 $ erhöht, die durch Abholzung, Nichtnutzung, Klimawandel und Erdbeben bedroht waren.

Die Terrassen, die an fünf Städten in den nördlichen Kordilleren liegen, wurden als Weltkulturerbe der UNESCO im Jahr 1995 erklärt, unter Berufung auf die Notwendigkeit, die Traditionen der Terrassen bauenden Völker der Ifugao Provinz zu erhalten.

Jerry Dalipog, Bürgermeister der Stadt Banaue, wo zwei der fünf terrassenförmig angelegten Felder sich befinden, sagte, die UN-gestützte Erhaltung sollte den Tourismus der Standorte um bis zu 30 Prozent fördern. „Sobald die Touristen davon überzeugt sind, dass es noch Terrassen zu besichtigen gibt, werden mehr von ihnen kommen und uns besuchen.“ sagte er in einem Telefoninterview.

Er sagte, Banaue werde bis zum Jahresende ein Projekt zur Restauration der Amphitheater-förmigen Reisterrassen in Batad beenden, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten, die letztes Jahr von einem riesigen Erdrutsch entstellt worden war. Die Reparaturarbeiten, die schätzungsweise 50 Millionen Pesos kosten, werden von der Regierung und privaten Spendern finanziert, ergänzte Dalipog.

Die UNESCO beschreibt die Terrassen als „Ausdruck heiliger Traditionen und einer anfälligen sozialen Ausgeglichenheit, die dazu beigetragen habe, eine Landschaft von grosser Schönheit zu erschaffen, die die Harmonie ausdrückt zwischen Mensch und Umwelt.“


Quelle: http://www.iol.co.za/scitech/science/environment/ancient-terraces-an-expression-of-sacred-traditions-1.1329148