PhilStep Surfreport – Interview mit Luke Landrigan

Amateur und Profi - Stephan und Luke!

Amateur und Profi - Stephan und Luke!

Dass man den derzeit erfolgreichsten und bekanntesten Surfer der Philippinen – Luke Landrigan – im Wasser trifft, ist eigentlich nichts Besonderes. Immerhin muss er jeden Tag zum Training, um auf Topniveau zu bleiben. Aber erstens war der Mann aus San Juan La Union einige Monate mit einer Verletzung ausser Gefecht und dann trafen wir ihn an einem Junimorgen auch noch ganz alleine auf der Welle! Ein besonderes Interview mit Stephan von www.philstep.de – Touren, Hotels und Tourismus in Nord Luzon, direkt aus der Brandung am Open Beach in San Juan La Union:

Guten Morgen, Luke, was machst Du denn hier?

Hallo Stephan, ja, Überraschung, was? Ich surfe ja nicht oft hier am Open Beach in San Juan, aber schau‘ Dir mal das Ding an hier.

Wow, eine Riesenuhr!

Genau, wir machen Werbeaufnahmen für diese Marke, deshalb der Fotograf am Strand und deshalb die Location ein paar Meter weg von Urbiztondo, da ist es jetzt auch schon sehr voll. Und wir brauchen halt Platz für das Shooting.

Klar, verstanden, bin auch gleich wieder ein paar Meter weg. Aber sag‘, ein neuer Sponsordeal?

Nein, nix Grosses. Billabong (der grosse Surfausrüster, Anmerk. der Redaktion) steht natürlich weiterhin an Nummer 1. Ausserdem ist das Paket mit den Australiern viel umfassender. Da geht es ja nicht nur darum, die Marke zu tragen und repräsentieren, bei allen internationalen Events. Sondern die Billabong Surfschool in San Juan La Union richtet sich ja auch gerade an den Nachwuchs. Und da wiederum geht es nicht nur um Toptalente, sondern darum, Kinder generell mit Sport in Berührung zu bringen. Wir haben auch Gruppen mit behinderten Kindern in Schule!

Und, wie geht das?

Sehr gut, du weisst doch, auf der Welle sind alle gleich, hahahaha….!

Wem sagst Du das, stimmt genau! Aber im Ernst, insgesamt seid Ihr mit der Vermarktung von San Juan La Union auch sehr erfolgreich.

Ja, Wahnsinn, oder? Ganz Manila spricht davon, jeder will am verlängerten Wochenende zu uns hoch kommen und aufs Brett. Teilweise kommen sogar ganze Busse an, das spricht sich halt rum. Hinzu kommen natürlich die vielen ausländischen Gäste, aus Australien, Japan, Amerika und Europa – insgesamt ein interessanter Mix auf der Welle und natürlich am Strand und in den Bars. Wobei ich durchaus zugebe, dass es auch mal zu viel werden kann. Wenn es nur um Kommerz geht, wie bei einigen Veranstaltungen, dann geht es mir auf den Zeiger. Und es muss ordentlich nachher aufgeräumt werden, aber das klappt ja mittlerweile ganz gut.

Und dann die ganzen Fotos!

Ja, es wird viel fotografiert…

Nein, ich meine, Du und die Girls, das permanente Fotoshooting!

Oh Mann, ich kann Dir sagen, das kann ganz schön anstrengend sein. Aber ich will mich da echt nicht beklagen, gibt wohl Schlimmeres. Aber was dir dann oft gleich angedichtet wird, unglaublich! Aber ist ja nie was dran.

Ehrlich?

Schau‘ mal da kommt ne Welle…

Ok, ok, ich frag‘ nicht weiter. Was macht die Verletzung am Bein, gut verheilt?

Es zieht noch hier und da bei den Kicks und Turns, aber es wird, ich fühle mich wieder ziemlich fit. Bin gespannt, wie die Wettkämpfe jetzt laufen.

Auch mit dicker Werbeuhr am Arm: Entscheidend ist die Welle!

Auch mit dicker Werbeuhr am Arm: Entscheidend ist die Welle!


Du bist gerade 30 geworden, bist Du bald zu alt für den ganzen Zirkus?

Surfen kann man ewig, wenn man halbwegs fit bleibt. Aber auch die Profis sind relativ lange am Start. Schau‘ Dir den Weltmeister Kelly Slater an, der ist 10 Jahre älter als ich.

Welche Wettkämpfe stehen jetzt an?

Morgen früh geht es nach Indonesien, da bin ich oft, um diese Jahreszeit sind die Wellen dort auch ganz gut. Aber noch mal zur Verletzung. Das war bisher die längste Zeit, aus dem Wasser, wochenlang zum Jahresstart. Da habe ich mal wieder gemerkt, dass ich ohne das Meer nicht auskomme. Seit mich mein Vater mit ein paar Monaten mit in Wasser genommen und gleich aufs Brett gelegt hatte, war ich immer im Wasser!

Dein Vater ist Australier und mit weit über 70 Jahren immer noch im Wasser, fühlst Du Dich teilweise auch als Australier?

Nein, nein, vielleicht gibt es starke Einflüsse, auch aufgrund des Surfens. Aber ansonsten bin ich ein echter Pinoy, nicht nur wegen meiner Mutter, hahahaha…
So, ich muss, Welle kommt, Fotograf wartet, dann später nach Manila und auf den Flieger nach Indonesien, nach Cimaja Beach in West Java!!

Happy rides !

Thank you, surfs up!

www.philstep.de

Der PhilStep Surfreport erscheint in unregelmäßigen Abständen und wird unterstützt durch die Reiseexperten von www.philstep.de. Der Surfreport greift dabei aktuelle Themen aus der philippinischen Surfszene auf und stellt interessante Surfspots vor. Im Vordergrund steht dabei immer wieder der Surfspot in San Juan La Union im Nordwesten von Luzon.