Jordanischer Journalist nun doch Entführungsopfer?

24. Juni 2012 – Ein TV-Reporter und seine beiden philippinischen Begleiter, die in Sulu vermisst werden, werden nun doch als Geiseln der Abu Sayyaf erachtet, sagte Innenminister Jesse Robredo am Samstag.

Robredo sagte, der jordanische Journalist Baker Atyani vom Sender ‚Al Arabiya‘ und seine beiden philippinischen Begleiter, würden erst jetzt gegen ihren Willen festgehalten werden, berichtete eine Radiostation am Sonntag.

Der Bericht zitierte Robredo mit den Worten, dass eines der philippinischen Team-Mitglieder seine Frau anrief und um Hilfe bat. Die Filipinos in Atyanis Team wurden als Rolando Letrero und Ramelito Vela genannt.

Robredo wurde in dem Bericht mit den Worten zitiert, dass möglicherweise die Abu Sayyaf die Aufmerksamkeit der Medien auf den Fall nutzte, um die drei als Geiseln zu nehmen.

Malacañang sagte zuvor, dass es den Fall nicht als eine Entführung ansehe. Der Palast verwies auch darauf, dass die philippinische Regierung an ihrer Politik der „keine Lösegeldzahlung“ festhalte.

Am vergangenen Freitag hatte das jordanische Aussenministerium, im Gegensatz zu früheren Aussagen der philippinischen Behörden bestätigt, dass der jordanische Staatsangehörige Baker Atyani von der Abu Sayyaf in Sulu entführt wurde.

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„Die Bemühungen über die jordanische Botschaft in Tokio und unseren Konsul in Manila haben bestätigt, dass Atyani entführt wurde. An erster Stelle muss jetzt seine sichere Freilassung angestrebt werden.“ wird der Sprecher des Aussenministeriums, Sabah Rafei, am Freitag zitiert.

Atyani und seine beiden philippinischen Begleiter, der Kameramann Ramelito Vela (39) und der für den Ton Verantwortliche Rolando Letrero (22), werden seit dem 12. Juni vermisst, als sie sich angeblich mit den Abu Sayyaf Banditen zu einem Interview trafen.

Aber die örtlichen Behörden sagten, dass sie nicht aktiv nach den drei Vermissten suchten, da sie gesund und munter seien und mit ihnen in Kontakt stünden. Angeblich seien sie in Patikul, Sulu.

Damals sagte die Polizei von Sulu, dass die drei die lokalen Behörden täuschten und sie glauben liess, dass sie lediglich die Feierlichkeiten zum Independence Day in Jolo dokumentieren wollten. Des weiteren vermuteten die Behörden, dass sie Geld an die Abu Sayyaf übergaben, als logistische Unterstützung durch die Al-Qaida.

Am Mittwoch sagte noch Innenminister Jesse Robredo er werde ein Reiseverbot gegen Atyani für die Philippinen empfehlen wegen „Täuschung“ der lokalen Behörden und der freiwilligen Suche der Abu Sayyaf in Sulu.


Quelle: http://www.gmanetwork.com/news/story/262968/news/nation/dilg-sec-robredo-jordanian-journalist-two-pinoy-crew-now-abu-hostages