Stoppte Justizministerin einen Australier vorm „Freikaufen“?

21. Mai 2012 – Ein 49-jähriger Australier wurde zunächst von der Cebu City Staatsanwaltschaft verschont. Aber der Fall, in dem der Australier beschuldigt wird, drei Jungen sexuell belästigt zu haben, entging nicht der Kontrolle von Justizministerin Leila de Lima, die eine Anzeige wegen „qualifiziertem Menschenhandel“ und „Kindesmissbrauch“ gegen ihn empfahl.

Sechs Fälle von qualifiziertem Menschenhandel und Kindesmissbrauch wurden letzte Woche durch das Justizministerium gegen den Australier eingereicht. Ebenso wurde empfohlen, keine Kaution in dem Fall zuzulassen, der voraussichtlich in dieser Woche per Losverfahren einem Richter zugewiesen wird.

Zum Kippen der früheren Entscheidung des Staatsanwalts von Cebu City, Nicolas Sellon, die Anklage gegen den Australier fallen zu lassen, sagte de Lima „der Beschuldigte nutzte die Anfälligkeit der Opfer für Geld aus, indem er sie für ihre Dienste bezahlte.“ De Lima sagte auch zur Entscheidung Sellons, die Anklagen fallen zu lassen, es sei „gelinde gesagt, falsch.“ Sie kritisierte Sellon scharf für „sein fehlendes Verständnis der Rechtsprechung.“

„Die Unterzeichnerin (De Lima) findet es schwierig, wie der Staatsanwalt von Cebu City zu diesem völligen Fehlschluss kommt. Als Staatsanwalt hätte er es besser wissen müssen.“ schrieb die Ministerin in Bezug auf Sellon. Die Justizministerin de Lima kam zuvor unter Beschuss dafür, dass sie nicht intervenierte gegen einen panamaischen Diplomaten, der angeblich eine Filipina vergewaltigt haben soll.

Der stellvertretende Staatsanwalt Simaco Labata hatte zunächst hinreichende Verdachtsmomente gegen den Angeklagten gefunden, um ihn des Kindesmissbrauchs und Menschenhandels anzuklagen. Als die Anklage Sellon zur Genehmigung vorgelegt wurde, ließ er die Anklage fallen.



Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei

Der Angeklagte wurde von der Polizei am 21. Dezember 2011 innerhalb des Waterfront Hotels und Casinos in Cebu City verhaftet. Die örtliche Polizei erhielt einen Bericht von der australischen Bundespolizei, dass der Angeklagte, „auf der Suche nach minderjährigen Filipinos sei und sie für Geld sexuell ausbeute.“

Die Behörden sahen drei Jungen aus dem Zimmer des Australiers kommen und brachte sie in das Sicherheitsbüro des Hotels, für eine Vernehmung. Die drei Jungen gaben zu, dass sie von dem Angeklagten sexuell missbraucht wurden. Die Polizei nahm daraufhin den Australier in Haft. Die Jungen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren, hatte der Angeklagte in Facebook unter seinen Freunden aufgenommen.

Eines der Opfer sagte, der Angeklagte bot ihnen Geld an, damit sie ihn begleiteten. Der Angeklagte brachte die Jungen auf sein Zimmer, wo er ihnen Alkohol und zu Essen gab. Er brachte dann einen der Jungen ins Bad und belästigte ihn. Später zahlte er ihnen 1.500 Pesos.

Da die Opfer Minderjährige waren, gilt dies als „qualifizierter Menschenhandel“. Eine der sechs Anklagen gegen den Australier wird als „Menschenhandel in großem Maßstab“ angesehen, da die begangene Straftat, sich gegen „drei oder mehr Personen“ richtet.


Quelle: http://www.cdn.ph/news_details.php?id=13565