Seekonflikt: USA lehnen Parteinahme ab

2. Mai 2012 – Die Philippinen, die einen schlechten Zustand ihrer Armee beklagen, riefen am Montag nach amerikanischer und internationaler Hilfe, beim Aufbau einer ernsthaften Verteidigung, gegen die eskalierenden Territorialstreitigkeiten mit China.

Außenminister Albert del Rosario und Verteidigungsminister Voltaire Gazmin räumten dies in einem Gespräch in Washington mit ihren US Amtskollegen Hillary Clinton und Leon Panetta ein. Del Rosario beklagte sich darüber, wie präzise die internationalen Medien den schlechten Zustand der philippinischen Armee beschrieben.

„Es hört sich überwiegend schmerzhaft für die Philippinen an, aber was noch mehr schmerzt ist, dass es in der Tat der Wahrheit entspricht und wir selbst daran schuld sind.“ sagte del Rosario freimütig, als Clinton und Panetta am Tisch zuhörten. „Auf uns allein gestellt, werden wir unser bestes geben.“ sagte der oberste Diplomat der Philippinen.

„Die Entwicklung einer glaubwürdigen Verteidigungshaltung, kann beschleunigt werden, durch die Verstärkung der Aktivitäten die wir gemeinsam tätigen, zusammen mit unserem einzigen Partner und durch seine Unterstützung, die wir momentan suchen.“ sagte er.

Die beiden Nationen, die gerade am Anfang des Monats Militärmanöver durchführten, sind mit einem gegenseitigen Verteidigungsvertrag ausgestattet, in dem es heißt, dass die USA sich verpflichten, dem schwächeren Verbündeten zu helfen, im Falle von militärischen Aggressionen. „Wir suchen momentan Unterstützung in höherem Maße, von anderen internationalen Partnern.“ fügte del Rosario hinzu.

DKB-Partnerprogramm

Gazmin wies auf Spannungen mit China über Inseln im Südchinesischen Meer hin, als er zur Notwendigkeit aufrief, das gegenseitige Vertrauen auszubauen, um die maritime Sicherheit und die Freiheit der Schifffahrt aufrecht zu erhalten. „Wir sollten in der Lage sein zusammenzuarbeiten um für die Philippinen eine glaubwürdige Verteidigungshaltung aufzubauen und vor allem Sicherheit im Seeverkehr zu gewähren.“ sagte Gazmin.

Die Philippinen und China sind in eine Auseinandersetzung über ein Riff im Südchinesischen Meer verwickelt, wobei beide Nationen Schiffe seit fast drei Wochen in Stellung brachten, um ihre Souveränität zu verteidigen. Die Philippinen behaupten, dass das Scarborough Riff ihr Gebiet sei, da es innerhalb eines Bereiches von 200 Seemeilen der ‚ausschließlichen Wirtschaftszone‘ liegt, wie internationales Recht dies beschreibt.

Die Philippinen schlugen eine Entscheidung durch die ‚United Nations‘ vor um diesen Streit zu beenden, aber China hat dies zurück gewiesen. „Die Unterstützung nach der wir suchten ist, uns zu helfen diesen Fall vor ein internationales Gericht zu bringen, so dass das Ergebnis ein Urteil ist, das die Situation im Südchinesischen Meer regelt.“ sagte Gazmin.

Die US Außenministerin Clinton berichtete den Reportern, dass das erste Meeting der vier Minister zur nationalen Sicherheit beider Länder, ein Beweis für die gemeinsame Verpflichtung sei und somit ein neues Kapitel ihrer Partnerschaft eröffne.

Sie drückte auch ihre Besorgnis über das Scarborough Riff aus und wiederholte, dass Washington keine „Partei ergreifen“ wird, in den gegenseitigen Souveränitätsansprüchen, aber ein nationales Interesse an einer freien Seefahrt und Frieden habe.

„Die Vereinigten Staaten unterstützen diplomatische Prozesse aller Beteiligter.“ sagte sie. „Wir lehnen jedoch Drohungen und den Einsatz von Gewalt jeder Partei ab.“


Quelle: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/29104-ph-seeks-us-help