Philippinen wollen Chinas Fischereiverbot ignorieren

15. Mai 2012 – Das Außenministerium (DFA) sagte am Montag, dass die philippinische Regierung das Fischereiverbot, das China über das Südchinesische Meer für zweieinhalb Monate verhängt, nicht anerkennen wird.

Außenminister Albert del Rosario erläuterte, dass die Philippinen das Verbot nicht befolgen werden, da es selbst Hoheitsrechte über einen Teil des Gewässers habe, über das China das Verbot verhängte. Allerdings sagte del Rosario, dass die Philippinen auch ein ähnliches Verbot verhängen könnten, angesichts der Verknappung der Meeres-Ressourcen in ihren Hoheitsgewässern.

„Unsere Position ist, dass wir Chinas Fangverbot nicht anerkennen, da Teile des Verbots unsere EEZ (exclusive economic zone) umfassen. Aber Präsident Aquino hat entschieden, dass in Anbetracht des beschleunigten Abbaus unserer Meeresressourcen es ratsam für uns wäre, unser eigenes Fangverbot zu erteilen für einen bestimmten Zeitraum, um unsere Fischbestände wieder aufzubauen.“ sagte del Rosario in einer Erklärung.

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Sonntag, dass das Fangverbot das vom 16. Mai bis zum 1. August dauert, das umstrittene Scarborough Riff einschließt, das China als ‚Huangyan Insel‘ bezeichnet und auf den Philippinen ‚Panatag Shoal‘ genannt wird. Das umstrittene Riff ist 124 Seemeilen von der philippinischen Provinz Zambales entfernt und liegt mehr als 500 Seemeilen vom nächsten chinesischen Hafen Hainan.

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China erklärte, dass sie das Fangverbot seit 1999 nutzten um Meeresressourcen zu schützen. Das Verbot gilt für Gebiete nördlich des 12. nördlichen Breitengrades – was die Huangyan Insel einschließt, jedoch nicht die meisten der 820.000 Quadratkilometer der Nansha Inseln (Spratly Inseln).

Xinhua berichtete auch, dass eine Verletzung des Verbots zu Konsequenzen führt wie der Beschlagnahme ihres Fanges und des Bootes, der Fischereilizenz und zu einer Strafe in Höhe von 50.000 Yuan (7.936 $) führe. Die Ankündigung des Sommer-Fangverbots kam inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen den Philippinen und China über das Scarborough Riff.

Philippinische und chinesische Schiffe stehen sich in den umstrittenen Gewässern gegenüber. Trotz der Ankündigung des Widerstands gegen das Verbot sagte DFA-Sprecher Raul Fernandez, dass die Philippinen noch immer bereit seien diplomatische Gespräche mit der chinesischen Regierung zu führen, um den bereits seit mehr als einen Monat andauernden Streit über das Riff zu lösen.


Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/nation/regions/05/14/12/philippines-ignore-china-fishing-ban