Deutlich weniger Filipinos bieten Bestechungsgeld an

11. Mai 2012 – Weniger Filipinos bieten Bestechungsgeld an, wenn es zur Abwicklung von Geschäften mit Regierungsbeamten und Angestellten kommt, sagte Ombudsmann Conchita Carpio Morales.

Morales sprach auf einer Anti-Korruptions Kundgebung in Quezon City in Verbindung mit dem 24-jährigen Jubiläum des Amtes am Mittwoch und sagte, dass eine Umfrage des ‚National Statistics Office‘ (NSO) zeigte, dass nur einer von zehn Filipinos Bestechungsgeld anbietet, um Transaktionen zu erleichtern.

Die Umfrage wurde vom Ombudsmann in Auftrag gegeben. Morales sagte 90% hätten die Dokumente, die sie wollten oder ihre gewünschten Papiere ohne ‚unter dem Tisch Angebote‘ erhalten. Sie sagte, nur 10% derjenigen, die Regierungsdienste beanspruchten, hätten Schmiergeld bezahlt. Diese Zahl sei niedriger als die 16% im Jahr 2010, die damals von Transparency International erhoben wurde.

Morales sagte, das niedrige Schmiergeld-Aufkommen könnte dem reduzierten Verwaltungsaufwand, der verbesserten Leistungserbringung und der Null-Toleranz gegenüber Korruption in der Abwicklung, zugerechnet werden. Die gleiche Studie ergab, dass drei von vier Angeboten an Bestechungsgeldern freiwillig erfolgten, ohne dass jemand danach fragte. Morales sagte, dies bedeute, dass die meisten Bestechungsfälle auf Veranlassung des Gebers erfolgten und nicht durch Regierungsbeamte.

Sie sagte jedoch auch, dass 99% der Erpressungsopfer den Vorfall nicht bei den entsprechenden Behörden meldeten, aus Angst vor Repressalien oder aus Scham. Die Umfrage erfolgte zusammen mit einer weiteren Studie zur Armut, bei der 26.000 Haushalte landesweit befragt wurden.

Die Ergebnisse wiesen auch darauf hin, dass die Bewohner von Süd Luzon weniger bereit seien Schmiergeld zu zahlen, als jene aus anderen Regionen, während jene in Metro Manila mehr zu Bestechungsgeldern neigen, im Vergleich zu anderen.


Quelle: http://www.tempo.com.ph/2012/fewer-pinoys-offering-bribes-%C2%ADombudsman/#.T6yDsEhVI7x