Bohol – Panglao

[singlepic id=30 w=320 h=240 float=right]Die Insel Bohol bringt man natürlich mit den Chocolate Hills in Verbindung. Die im Süden Bohols vorgelagerte Insel Panglao, die durch eine Brücke mit Bohol verbunden ist, kennt man aufgrund ihres schönen Strandes, das war es dann aber oft schon … Doch Bohol hat viel mehr zu bieten, wie dieser Bericht zeigen wird.

Wenn man in Bohols Hauptstadt Tagbilaran – ob mit dem OceanJet aus Cebu oder dem Flugzeug von Manila – ankommt, dann chartert man sich eines der wartenden Fahrzeuge oder vereinbart im Voraus eine Abholung mit dem Shuttle-Service des Hotels oder des Resorts. Damit fährt man dann über die Brücke auf die Insel Panglao. Der Alona Beach, so heisst der schönste und beliebteste Strand der Insel, befindet sich ganz im Süden, sodass man die Insel komplett überqueren muss.

[singlepic id=22 w=320 h=240 float=left]Wenn man dann am Alona Beach ankommt, merkt man schnell, dass dies ein touristisch komplett erschlossener Ort ist, mit allen touristischen Angeboten. Jede Menge Restaurants am Strand wie auch in den ruhigeren Lagen, Angebote für Taucher (incl. Island Hopping), Discos, Strandverkäufer, usw. Der Strand ist für Familien geeignet – nicht übermässig breit und sein Beginn und sein Ende sind in Sichtweite, also noch überschaubar. Zum relaxen für ein paar Tage sehr gut geeignet, auch wenn man es mal krachen lassen möchte oder die zurückhaltende Stille liebt: Alona Beach lässt einem die Wahl.

[singlepic id=25 w=320 h=240 float=right]So wollten wir dann auch Bohol per Tagesausflug kennen lernen. Die Touranbieter wollen einem Bohol an einem Tag näher bringen, aber das ist kaum zu schaffen. Man sollte für die Tour zwei Tage einplanen, schliesslich befindet man sich im Urlaub und möchte sich erholen.

Wir begannen unsere Rundreise in Bool, beim „Blood Compact“ Denkmal, das an die Blutsbrüderschaft mit den Spaniern erinnern soll. Dabei sollen sich die Beteiligten die Haut aufgeritzt haben und das Blut in einen Becher Wein tropfen lassen, den sie anschliessend leer tranken.

Nicht weit davon entfernt steht in Baclayon eine der ältesten Steinkirchen der Philippinen, die mit Korallensteinen erbaut wurde. Die Kirche hat einen Kerker, in dem früher die Eingeborenen bestraft wurden. Neben der Kirche steht auch ein Kloster, in dem ein Museum die Reliquien ausstellt. Die Farben an den Wänden der Kirche sind beeindruckend, betont durch das einfallende Licht der bunten Glasscheiben.

[singlepic id=34 w=320 h=240 float=left]Die Stadt Loboc ist der Ausgangspunkt von schwimmenden Restaurant-Booten, die ihren Gästen eine Flussfahrt bei einem philippinischen Buffet anbietet. Während der Flussfahrt unterhält ein Musiker die Ausflugsgesellschaft. Die Reise geht auf dem grünen Loboc River bis zu Wasserfällen, an denen die Boote wenden. Auf dem Rückweg macht das Boot bei Gesangsgruppen Halt, die gegen Spenden für die Gemeindekasse, die Bootspassagiere unterhalten. In der Hafenstadt Loay mündet der Loboc River ins Meer.

Wieder zurück geht es weiter Richtung Chocolate Hills. Am Loboc River entlang machten wir auch Bekanntschaft mit den Tarsiern oder Koboldmakis. Leider wird mit diesen kleinen Äffchen nicht gerade behutsam umgegangen, sodass diese vorzeitig sterben. Am Besten lässt man die Tiere schlafen und stört sie nicht. Ebenso am Loboc River befindet sich eine Hängebrücke für Mutige. Diese frei hängende Brücke erfordert Schwindelfreiheit und Mut.

[singlepic id=29 w=320 h=240 float=left]Wer zur Abwechslung mal ein europäisches Feeling braucht, wird im „Man made Forest“ zwischen Loboc und Bilar daran erinnert. Dieser Mahagoniwald wurde künstlich angelegt und erinnert sehr an europäische Laubwälder, sowohl durch seine Blätter, seinen Stämmen und dem gespendeten Schatten.

Das Highlight des Tages sollten dann aber die Chocolate Hills werden. Diese sonderbar geformten Hügel haben ihren Namen von ihrer Farbe, die sie während der Trockenzeit haben. Nach Ende der Trockenzeit ergrünen die Hügel durch das wachsende Gras wieder. Es soll mindestens 1.268 dieser Hügel geben, die meisten sind zwischen 30 und 50 Meter hoch. Der grösste Hügel hat eine Höhe von rund 120 Metern. Bei Carmen sind die Hügel relativ gleichmässig geformt und der Aussichtspunkt wurde touristisch erschlossen.

[singlepic id=39 w=320 h=240 float=right]Der Ursprung der Hügel ist allerdings bis heute nicht geklärt. Eine der Theorien geht davon aus, dass das Gelände unterhalb des Meeresspiegels lag und sich erst später hob. Eine andere Theorie geht von einem vulkanischen Ursprung aus. Es gibt einige weitere Theorien. Aber auch Legenden erzählen vom Ursprung der Chocolate Hills. Die möglicherweise schönste Legende davon: Ein Riese verliebte sich in eine Häuptlingstochter. Als diese starb, brach sein Herz und er weinte bitterlich. Seine auf die Erde tropfenden Tränen erstarrten dann zu den Chocolate Hills.

Auf dem Rückweg besuchten wir bei Sagbayan noch eine Schmetterlingsfarm. Dies ist nicht nur für Kinder interessant und lehrreich. Dort sieht man nicht nur den Lebenszyklus dieser schönen und bunten Falter, sondern auch riesige Motten, kann nach Schokolade riechende Schmetterlinge erschnuppern und wird von geschultem Personal geführt.

Autor des Reiseberichtes:
Alf Jacoby

  • COPYRIGHT: Die Bilder dieses Berichts sind Eigentum des Autors. Jegliche anderweitige Verwendung ist ohne schriftliche Genehmigung des Autors nicht gestattet. (Bei Bedarf stellen wir gerne den Kontakt her.)
  • ANREISE: mit dem Schiff oder Flugzeug
  • ZEITBEDARF: individuell, für die Boholrundfahrt sollte man sich 2 Tage Zeit nehmen
  • ZIELGRUPPE: Familien, Single-Reisende, Taucher

Nochmals alle Bilder zum genießen:
(als Slideshow oder in der Bilderliste, bitte anklicken)

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