Bananen: China behauptet, da ist der „Wurm drin“

16. Mai 2012 – Die philippinische Regierung will ein Team des ‚Bureau of Plant Industry‘ (BPI) nach China entsenden, um die angeblich von Insekten befallenen Bananen zu überprüfen, deren Import von den chinesischen Behörden verweigert wird.

Das Inspektionsteam wird noch diese Woche nach China fliegen, angeführt vom Leiter der BPI Clarito Barron. In einer Erklärung die vom Landwirtschaftsministerium am Dienstag veröffentlicht wurde, sagte Barron, dass sie chinesische Beamte überzeugen wollen, dass die Bananen von den Philippinen, strengen Qualitätsüberprüfungen unterzogen werden, bevor sie exportiert werden.

„Wir werden sie treffen um zu wiederholen, dass die importierten Bananen aus unserem Land, angemessene Verfahren durchlaufen, von der Produktion bis zur Verarbeitung, einschließlich Waschen, Sortieren und Verpacken.“ fügte Barron hinzu. Chinesische Beamte haben zuvor 150 40-Fuß Container mit Bananen aus dem Land abgefangen und blockiert. Sie behaupteten, dass die Früchte von ‚Aonidiella comperei‘ befallen sei, einer Art Wurm, der laut Barron jedoch, häufiger in Kokosnüssen gefunden wird.

Inmitten der eskalierenden Spannungen zwischen China und den Philippinen über die Panatag Shoal, dehnte China die Überprüfung auch auf Ananas und Papayas aus. Malacañang hat jedoch bestritten, dass das Verbot der Bananen eine Reaktion auf den territorialen Streit sei.



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Durch das Verbot, haben die lokalen Bananenerzeuger bereits 236.000 Dollar oder fast 1 Milliarde Pesos verloren, laut dem Landwirtschaftsministerium. (Anm: Irgendein Künstler hat sich hier verrechnet, da 236.000 $ etwa 10 Mio. Pesos sind und nicht 1 Milliarde! Fragt sich nur ob der kaputte Taschenrechner bei der Presse oder im Ministerium lag! Aber Faktor 100 liegt noch in der Toleranzschwelle des Lesers …)

Bananen sind das zweitwichtigste landwirtschaftliche Exportprodukt nach Kokosnüssen, mit einem Erlös von über 720 Millionen Dollar pro Jahr. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums, beschäftigt die Bananenindustrie rund 240.000 Mitarbeiter. China ist inzwischen der zweitgrößte Markt für Bananen, nach Japan.

Barron sagte bereits in einem Radio-Interview, dass die Philippinen nach alternativen Märkten Ausschau halten werden, falls China die Landwirtschaftsprodukte auch weiterhin sperrt. „Andere Länder lieben unsere Früchte wie die Mangos, Ananas und Papayas. Wir werden in Iran, Europa und im Nahen Osten Ausschau halten um diese Produkte dorthin exportieren zu können.“ sagte Barron.


Quelle: http://www.gmanetwork.com/news/story/258319/economy/agricultureandmining/phl-banana-experts-leaving-for-china