Luzon: NPA tötet 11 Soldaten und einen Zivilisten

26. April 2012 – Die philippinische kommunistische Guerrilla tötete 11 Soldaten und einen Zivilisten am Mittwoch, in einer ihrer dreistesten Angriffe in den vergangenen Jahren, sagte das Militär.

Ein Konvoi mit drei Fahrzeugen der philippinischen Armee wurde aus dem Hinterhalt von Rebellen der New Peoples Army (NPA) überfallen, in der Nähe der Stadt Tinoc auf der Hauptinsel Luzon, sagte Generalmajor Rommel Gomez. „Diese Leute sind Terroristen.“ sagte Gomez, „Wir werden sie verfolgen.“

Unter den 11 Soldaten, die am frühen Morgen getötet wurden, war auch ein Offizier und ein Zivilist. Zwei weitere Soldaten und ein Zivilist wurden verwundet. „Dies ist einer der bisher dreistesten Angriffe der NPA in dieser Region, in den letzten Jahren.“ sagte ein Armeesprecher.

Ihr Hauptziel war der Bataillonskommandeur Lieutenant-Colonel Eugenio Batara, der auch im Konvoi war. Die Fahrzeuge kehrten von einem Besuch eines Außenpostens in den Bergen zurück. Der Bataillonskommandeur entkam dabei jedoch unverletzt.

Etwa 100 Soldaten, Polizisten und Polizeihelfer wurden letztes Jahr im ganzen Land durch Angriffe der NPA getötet. Im Jahr zuvor waren es noch 184 Tote. Die NPA ist die bewaffnete Einheit der Kommunistischen Partei der Philippinen und betreibt nun den längsten Aufstand von Kommunisten in ganz Asien seit 1969.

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Die Regierung prahlte letztes Jahr, dass es die NPA-Reihen in den nördlichen Bergregionen dezimiert habe, weil man erfolgreich militärisch gekämpft habe und effektive gemeinnützige Arbeit leistete, was dann die Bewohner gegen die Rebellen aufbrachte.

In den ganzen Philippinen, sagte das Militär, dass die Stärke der NPA gesunken sei, von einst 26.000 Kämpfern in den 80er Jahren, auf etwa 4.000 Kämpfer im Jahr 2011. Die Regierung eröffnete Friedensgespräche mit den Kommunisten im Februar letztes Jahr, mit dem vereinbarten Ziel beider Seiten, bis zum Juni 2012 ein Friedensabkommen zu treffen.

Aber die Verhandlungen scheiterten im November, als Manila Rebellenansprüche zurückwies. Die NPA forderte die Freilassung von 18 gefangenen Guerrillas, die der NPA als Berater dienen sollten. Die Rebellen haben seit dem geschworen, wichtige Militär- und Regierungseinrichtungen anzugreifen.

Eine weitere Sackgasse ergab sich einen Monat später, als eine Haupt-Rebellengruppe (ungefähr 200 Guerrillas) 3 Minen in Mindanao angriffen. Die NPA behauptete, dass diese Angriffe als Rache dienten für die vielen Jahre angeblicher Umweltschäden und wegen dem Missbrauch der Bergarbeiter. Aber das Militär sagte, dass diese Angriffe lediglich dazu dienten, Firmen zu zwingen ihnen ‚Revolutions-Steuern‘ (Schutzgeld) zu bezahlen.


Quelle:http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5h_DWfgvHgdRM1SBZiTMHJNWq5D3g?docId=CNG.24dffeaac16299d1ab4ccb001905ed03.5d1