Weltbank: Schlechte Bildung bremst Philippinen

2. März 2012 – Mängel im Bereich der Hochschulbildung auf den Philippinen haben das Land davon abgehalten, zusammen mit anderen Nachbarländern, schneller zu wachsen und wettbewerbsfähiger zu werden, laut Weltbank.

In einer Studie, sagt die multilaterale Behörde, dass es weiterhin eine beträchtliche Lücke zwischen den Arbeitsanforderungen der Unternehmen und der Bildungsqualität von Absolventen der lokalen Colleges und Universitäten gäbe.

Diese Lücke, die seit langem beobachtet würde, muss angegangen werden, um das Potenzial der Hochschulen zur Ankurbelung der Wirtschaft zu nutzen, sagte Emanuela di Gropello, führende Ökonomin der Weltbank und eine der Autoren der Studie mit dem Titel „Putting Higher Education to Work: Skills and Research for Growth in East Asia“.

Die Studie weist auf die Notwendigkeit der Forschung hin, die dazu beitrage, die Lücke zwischen dem was die Arbeitgeber brauchen und dem was die Hochschulen produzieren zu überbrücken. Diese Lücke ist vor allem in den Dienstleistungen, dem Export und Technologie-intensiven Branchen, besagt die Studie.

„Die Arbeitgeber in Ostasien und dem Pazifik, einschließlich der Philippinen suchen sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch in den Dienstleistungen nach Qualifikationen wie Problemlösungs-, Kommunikations-, Management-Kompetenz und anderen Fähigkeiten, die eine höhere Produktivität unterstützen.“ sagte Di Gropello.

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Auch ist die Ungleichheit beim Zugang zu höherer Bildung ein weiteres Problem, das angegangen werden muss. Obwohl der Anteil der Bevölkerung, die eine College- oder Universitätsausbildung durchläuft, im Laufe der Jahre gewachsen sei, ist dieses Wachstum auf Angehörige von Haushalten mit höherem Einkommen konzentriert, sagte die Weltbank-Ökonomin.

Di Gropello sagte, Maßnahmen, um der Ungleichheit zu entgegnen, sollten durch die Gewährung von staatlichen Stipendien und Studiendarlehen angegangen werden. Die Studie empfiehlt: eine angemessene Finanzierung mit Hilfe der Privatwirtschaft, eine Verbesserung des Managements der Hochschulen und die Verbesserung der staatlichen Systeme, was zur Erleichterung der Verknüpfung zwischen den Hochschulen, den Arbeitgebern, den Forschungseinrichtungen und Bildungsträgern führen sollte.

Di Gropello sagte, eine Erhöhung der öffentlichen Mittel für die Hochschulen, würden das Problem im Hochschulbereich nicht lösen. In der Tat, sagte sie, die Korrelation zwischen dem aufgewendeten Betrag für die Hochschulbildung und dessen Wirksamkeit ist nicht sehr hoch.

Auch seien die Probleme der Hochschulen nicht auf die Philippinen begrenzt, sagte sie. Das Problem wird derzeit auch in Ländern wie Kambodscha, Vietnam, Indonesien, Thailand und Malaysia erlebt.


Quelle: http://business.inquirer.net/47155/wb-poor-education-holds-back-philippines