UN: Philippinen höchster Shabu-Konsum in Ostasien

30. März 2012 – Die Philippinen haben die höchste Konsumrate für Methamphetamin-Hydrochlorid (oder Shabu) in Ostasien, laut dem neuesten Weltdrogenbericht der Vereinten Nationen.

Der UN-Bericht wurde vom ‚US Department of State‘ in seinem ‚International Drug Control Strategy Report 2012‘ zitiert, der auf der Website der US-Botschaft in Manila veröffentlicht wurde.

Darin offenbart die UN, dass 2,1 Prozent der Filipinos im Alter von 16 bis 64 Shabu konsumieren und „der inländische Verbrauch von Methamphetamin und Marihuana weiterhin die wichtigsten Drogen-Bedrohungen in den Philippinen seien.“

Unter Berufung auf die Aufzeichnungen der ‚Philippine Drug Enforcement Agency‘ (PDEA), berichtet die UN, dass im vergangenen Jahr die PDEA 9.850 Anti-Drogen-Operationen durchführten, was zur Verhaftung von 8.491 Verdächtigen führte und 9.995 Strafverfahren verursachte.

Die philippinischen Behörden beschlagnahmten 250 Kilogramm Methamphetamin im Wert von 68 Mio. US$ (etwa 2,92 Mrd. Pesos), 4,8 Millionen Marihuana-Pflanzen und Sämlinge und 818 Kilogramm Marihuana in einem Gesamtwert von 17,4 Mio. US$ (748 Mio. Pesos), 17,222 Kilogramm Kokain im Wert von 2 Mio. US$ (86 Mio. Pesos) und 960 Ecstasy-Tabletten im Wert von 26.790 US$ (1,15 Mio. Pesos).

Nach Angaben des State Department, seien primär chinesisch-stämmige Banden der organisierten Kriminalität die Organisatoren und Finanzierer des Methamphetaminhandels in den Philippinen.

Die Strafverfolgungsbehörden wiesen jedoch auf einen neuen Trend hin, afrikanisch produziertes Methamphetamin in die Philippinen zu schmuggeln, zur Verteilung in ganz Südostasien. Dies unterstützt die Erkenntnisse der Gesetzeshüter über den kontinuierlichen Rückgang der industriellen Methamphetamin Labors in den Philippinen.

Der Bericht zeigt auch das Problem der philippinischen Drogenkuriere auf, die von internationalen Organisationen des Drogenhandels eingesetzt werden. Im Jahr 2011 wurden vier Filipinos in China wegen Drogenhandels hingerichtet. Aber auch viele andere Länder haben philippinische Drogenkuriere verhaftet.

In dem Bericht heißt es auch, dass ohne starke rechtliche Instrumente (z.B. Abhörmaßnahmen, Anti-Geldwäsche Mechanismen, usw.), die Fähigkeit Beweise gegen hochrangige Drogenhändler zu sammeln, begrenzt bliebe.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/168215/un-report-philippines-has-highest-abuse-rate-for-shabu-in-east-asia