Bikini-Urteil: Katholische Privatschule ignoriert Gericht

31. März 2012 – Das St. Theresas College (STC) weigerte sich, die einstweilige Verfügung (TRO) von Richter Wilfredo Navarro zu beherzigen, die der katholischen Schule die Bestrafung eines 16-jährigen Mädchens untersagte und die Schule anwies, sie an der Abschlusszeremonie am Freitag teilnehmen zu lassen.

Die beiden betroffenen Schülerinnen und ihre Eltern wurden von Security Guards der Schule, am Betreten des Campus vor Beginn der Abschlussfeiern, gehindert.

Man sagte ihnen, sie könnten das Gelände nicht betreten, weil sie keine Einladungen und keine Einfahrgenehmigungen hätten. Die Schule lud alle Familien der Absolventen ein, mit Ausnahme der beiden umstrittenen Schülerinnen, die für die von ihnen veröffentlichten privaten Bilder auf Facebook, die von der katholischen Schule als „obszön“ beschrieben wurden, bestraft werden sollten.

Damit aber nicht genug. Selbst Gerichtsvertreter wurden vom Betreten der Schule ausgeschlossen. Der Gerichtsmitarbeiter Rey Christian Mata und Sheriff Manuel Gimeno kamen etwa 15 Uhr an der Schule an, präsentierten der Schulleitung eine Kopie der einstweiligen Verfügung, jedoch untersagten diese ihnen das Betreten der Schule. Die beiden warteten vergeblich 30 Minuten vor der katholischen Schule und verließen danach den Ort.

Mata sagte, sie überbrachten zum ersten Mal die TRO am Donnerstagabend an die Schule, aber diese erklärte ihnen am Freitag wieder zu kommen, um der Schulleitung das Gerichtsurteil zu erklären.

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Der Vater einer der Schülerinnen sagte, dass er und die Eltern der anderen Schülerin am Freitagmorgen in die Schule gingen und nach Kopien des Abschluss-Programms fragten. Jedoch wurden sie ignoriert. Als sie am Nachmittag zur Schule zurückkehrten, wurden sie am Betreten der Schule gehindert.

„Wir kamen um etwa 14 Uhr an der Schule an, rechtzeitig für die Abschlussfeier, aber der Wachmann sagte uns, dass es eine Anordnung der Schulleitung gäbe, wonach uns nicht gestattet sei, den Campus zu betreten.“ sagte er.

Weiter sagte er, die Entscheidung der Schule sei nicht zu rechtfertigen, da das Recht der Schüler auf ein faires Verfahren, verletzt wurde. „Wir werden jetzt den Fall weiter verfolgen, da hier wirklich eine Straftat vorliegt.“ sagte er. „Der Schaden ist angerichtet. Wir sind sehr erschöpft, aber wir werden weiter kämpfen.“

Die beiden Mädchen wurden von der Schulleitung wegen der Veröffentlichung von Bildern eines Strandausflugs, die sie im Bikini zeigen, von der katholischen Schulleitung bestraft.

Die Schulbehörde (DepEd) hat inzwischen erklärt, dass private Schulen das Recht haben, eigene Richtlinien zu erstellen. Allerdings kann die Behörde eingreifen, wenn diese gegen das Gesetz verstoßen. Die Schulen sollten Sanktionen angemessen auf die Straftat der Schülern gestalten.

„Wir empfehlen dringend allen Schülern, sorgfältig die Richtlinien zu lesen, besonders wenn wir über katholische Schulen sprechen.“ sagte die DepEd.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/169847/cebu-school-defies-court-won%E2%80%99t-let-students-attend-graduation-2
und http://www.abs-cbnnews.com/anc/03/30/12/school-officials-face-criminal-raps-over-fb-bikini-row