Tawi-Tawi Entführung löst Reisewarnung aus

2. Februar 2012 – Die Entführung von zwei Europäern und ihrem philippinischen Reiseführer in Tawi-Tawi am Mittwoch hat Großbritannien dazu veranlasst, seine Staatsangehörigen vor Reisen in Teile Mindanaos zu warnen.

In der Aktualisierung ihrer Reise-Warnung für die Philippinen vom 1. Februar, weist das britische ‚Foreign and Commonwealth Office‘ (FCO) auf eine Bedrohung durch Entführungen in den Philippinen hin, vor allem im Süden.

„Kidnapping könnte überall auftreten, auch in Küsten- und Insel-Resorts, auf Tauchbooten und Stellen in der Sulu-See. Am 1. Februar wurden zwei ausländische Staatsangehörige aus Parangan (Stadt Panglima Sugala) in der Tawi-Tawi Inselprovinz entführt.“ hieß es.

Weiter heißt es dort, dass am 5. Dezember letzten Jahres, ein australischer Staatsbürger in Zamboanga Sibugay entführt wurde. Ausländer in ländlichen, städtischen und Küstengebieten wurden in der Vergangenheit zum Ziel. Das FCO erinnert britische Staatsangehörige daran, dass die britische Regierung keine „materiellen Zugeständnisse“ gegenüber Entführern macht.

„Sie sollten sich bewusst sein, dass es langjährige Politik der britischen Regierung ist, keine materiellen Zugeständnisse an Geiselnehmer zu machen. Die britische Regierung ist der Ansicht, dass Zahlung von Lösegeld zur Freilassung von Gefangenen, das Risiko weiterer Geiselnahmen erhöht.“ hieß es.

Das FCO wies auch darauf hin, dass überall auf den Philippinen eine hohe Bedrohung durch den Terrorismus existiert. Es bekräftigte auch, dass terroristische Gruppen, Angriffe planten und die Fähigkeit und die Absicht zur Durchführung dieser Angriffe jederzeit und überall im Land hätten. „Angriffe könnten wahllos erfolgen, auch an Orten, die von Expatriates und ausländischen Reisenden gerne besucht werden.“ hieß es.

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Aktuelle Entführung

Am vergangenen Mittwoch, teilte die Polizei mit, ergriffen Bewaffnete einen holländischen und einen schweizer Touristen, die gerade einen 14-tägigen Urlaub beenden wollten, bei dem sie Vögel beobachteten und fotografierten. Die Polizei identifizierte die Entführten als Elwold H. (52) aus Holland und Lorenzo V. (47) aus der Schweiz.

Ivan Sarenas, ihr philippinischer Reiseführer, wurde auch entführt, sprang aber später aus dem Boot und schwamm in die Freiheit und Sicherheit. Ein zweiter Führer entkam bereits zuvor den Banditen, sagte der regionale Polizeichef Felicisimo Khu.

Khu sagte weiter, die philippinische Marine errichtete eine Seeblockade vor der Insel, um zu verhindern, dass die Täter nach Sulu entkommen.

Aktuelle Reisewarnung

Das FCO riet von allen Reisen nach Südwest Mindanao, inklusive folgender Bereiche, ab:

  • Autonomous Region in Muslim Mindanao
    (Lanao del Sur, Maguindanao, Basilan, Sulu und Tawi-Tawi)
  • Sarangani
  • Nord und Süd Cotabato
  • Sultan Kudarat
  • Lanao del Norte
  • Zamboanga del Sur
  • Zamboanga Sibugay.

„Wir raten Allen, außer wichtigen Reisen, den Rest Mindanaos wegen der anhaltenden terroristischen Aktivitäten zu meiden. Es gab eine Reihe von Anschlägen gegen zivile Ziele.“ Über 130.000 britische Touristen besuchten die Philippinen im Jahr 2011, stellte das FCO fest. Die meisten Besuche verliefen problemlos, hieß es.


Quelle: http://www.gmanetwork.com/news/story/246553/news/nation/tawi-tawi-abduction-prompts-uk-travel-warning?ref=secitem