Aquino prangert Bestechung und Korruption beim Zoll an

7. Februar 2012 – „Es ist, als schlage jemand einem ins Gesicht.“ so war Präsident Aquinos verärgerte Reaktion auf die anhaltende Korruption in dem ‚Bureau of Customs‘ (Zollbehörde), trotz der Maßnahmen an Ort und Stelle durch den ehemaligen Kommissar Angelito Alvarez und dessen Nachfolger Ruffino Biazon.

Schon früh entschuldigte sich der Präsident bei denjenigen, die durch das, was er sagen sollte, beleidigt werden könnten, in seiner Rede bei der 110. Jubiläumsfeier der Behörde am Montag. Er äußerte seine Missbilligung an den Horrorgeschichten von Korruption, in die die Behörde und ihre Mitarbeiter verwickelt seien.

Der Präsident zitierte dabei mehrere Fälle, darunter die des Porsche fahrenden Zoll-Mitarbeiters, den nun Verwaltungsstrafen wegen Abfeuern einer Waffe auf zwei Studenten und deren Verprügeln im Anschluss an einen kleinen Unfall, erwartet. „Es ist die Art von Mentalität, dass er besser ist, als der Rest.“ sagte Aquino in seiner Rede, die wie er betonte, in letzter Minute umgeschrieben habe, damit er darauf eingehen könne. Malacañang hat die Entlassung des Zoll-Mitarbeiters als Folge des Vorfalls angeordnet.

Aquino zitierte auch den Fall eines Bekannten, dessen Adjutant fast einen ganzen Tag auf die Freigabe eines Paketes bei der Post wartete, nur weil er nicht imstande war, die Mitarbeiter dort mit ‚merienda‘ (Snacks) zu füttern. „Die ‚merienda‘ hatte sogar einen Preis, nämlich 2.500 Pesos.“ sagte Aquino und fügte hinzu, dass der Helfer erst um 15 Uhr die Freigabe seines Pakets erhielt, obwohl er dort um 9 Uhr bereits ankam.

DKB-Partnerprogramm

Der Präsident erwähnte auch jemand, der damit prahlte, dass seine Uhr mehrere Millionen Pesos wert sei. Wenn diese Person gefragt wurde, was ihr Job sei, antwortete sie, dass sie „der größte Reis- und Zucker-Schmuggler im Lande sei.“

Aquino sagte, diese Art von Geschichten seien ein Schlag in sein Gesicht. „Ich kann es ertragen zum Wohle des Landes geschlagen zu werden, aber was ich als unerträglich empfinde, ist für die persönlichen ‚Bedürfnisse‘ der Menschen geohrfeigt zu werden. Die Korrupten trampeln auf den Menschen herum, die ihnen die Möglichkeit gaben, ihnen zu dienen. Das kann nicht sein!“ sagte er.

Der Präsident appellierte an die Zollbehörde, dabei zu helfen das System zu reparieren, so wie er selbst schwor, den Staat zu reparieren, in dem sich die Behörde befände.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/140913/aquino-slams-graft-and-corruption-at-customs-bureau