Tourismus-Slogan: wieder ein Nachäffer-Skandal

7. Januar 2012 – Die Förderung der philippinischen Tourismus Bemühungen erlitten am Freitag einen weiteren Schlag, nach Behauptungen, dass der neue Slogan nur eine Kopie einer alten schweizer Werbung sei, der bereits die Verschrottung einer früheren Kampagne vorausging, die angeblich ein polnisches Plagiat war.

Stunden, nachdem die Regierung ihre „It’s more Fun in the Philippines“-Kampagne vorstellte, wiesen Internet-Sucher auf eine Werbung von 1951 des Schweizer Touristikbüros hin, in dem es damals hieß: „It’s more fun in Switzerland!“

Dennis Gorecho, der sich als Anwalt Manilas beschrieb, kritisierte das Tourismus-Ministerium (DOT), die einen hohen Geldbetrag für einen Nachahmer-Slogan ausgaben und verwies auf die Website mit dem alten Schweizer Plakat.

„Das DOT investierte Millionen, um eine Werbekampagne zu nützen, die bereits mehr als 60 Jahre alt ist.“ schrieb er an seine Pinwand auf der Social-Networking-Site Facebook.

Allerdings wies der Tourismus-Minister Ramon Jimenez und anderen Beamten die Nachahmer-Vorwürfe zurück.

„Das ist kein gestellter Slogan. Es ist die einfache Wahrheit über unser Land. Lassen Sie sich nicht von Menschen beirren, die versuchen, dies schlecht zu reden.“ sagte Jimenez unter Twitter.

„Wenn Sie lange genug suchen, können Sie sogar eine alte Anzeige finden, die besagt ‚it’s more fun in Alcatraz!‘ (dem berüchtigten Gefängnis in der USA)“ fügte er hinzu.

„Oh, ja. Dann hat eben die Schweiz den Slogan im Jahr 1951 verwendet. Das ist 61 Jahre her. Die Rechte an geistigem Eigentum verfallen nach 50 Jahren.“ sagte der Finanzminister Cesar Purisima.

Andere Kritiker sagten, sie bevorzugten den alten Slogan „Wow! Philippines“. „Es mag zwar sein, dass es mehr Spaß in den Philippinen macht, aber Wow Philippines war ein weit besserer touristischer Slogan.“ meldete sich einer über Twitter.

Im November 2010 war die philippinische Regierung gezwungen, eine ähnliche Kampagne zu verschrotten, nachdem diese begann, sich in eine Marketing-Katastrophe zu wandeln, als Plagiats-Vorwürfe auftauchten, wegen einer polnischen Kampagne.

Trotz vieler Naturwunder und mehr als 7.000 Inseln, hängen die Philippinen ihren südostasiatischen Nachbarn in puncto Anziehungskraft für Touristen weit hinterher. Schlechte Infrastruktur, Korruption und Armut sind nur einige der Faktoren, die die Tourismusindustrie des Landes bremsen.

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Quelle: http://news.asiaone.com/News/AsiaOne%2BNews/Asia/Story/A1Story20120106-320365.html