Ombudsmann klagt 10 Offiziere wegen Pestaño-Mord von 1995 an

12. Januar 2012 – Zehn pensionierte und aktive philippinische Marine Offiziere wurden am Mittwoch wegen Mord angeklagt, da sie angeblich bei der Tötung des Fähnrichs Philip Andrew Pestaño im Jahr 1995 beteiligt waren.

Ombudsmann Conchita Carpio-Morales hob ein früheres Gerichtsurteil auf, das Pestaño Selbstmord unterstellte und ordnete am Dienstag an, dass gegen die Offiziere Mordanklage erhoben wird, fast 17 Jahre nach dem Vorfall. Der Navy-Sprecher Oberstleutnant Omar Tonsay weigerte sich zu dem Fall zu äußern, bis er und die anderen Beamten eine Kopie der Entscheidung des Ombudsmanns erhalte.

In seiner 21-seitigen Resolution sagt der Ombudsmann, Pestaño wurde ermordet, weil er gegen die Verwendung eines Navy Schiffs zum illegalen Holztransport für Vize-Admiral Pio Carranza war.

Die Gesamtheit der Umstände vor, während und nach der Entdeckung des Todes von Philip Pestaño, zeige den Anscheinsbeweis, dass es eine Mordverschwörung gegen ihn gab. Und der Versuch dies zu vertuschen, verfestigt den Verdacht, dass die Beteiligten sich verschworen und ihn töteten, in einem vorsätzlichen Akt, der den Mordverdacht stützt.

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Der Ombudsmmann verwies auf einige Details zu Pestaños Tod – die Stelle an der die Kugel eintrat, das Fehlen von Blutspritzern an der Wand des Ortes, an dem Pestaño tot aufgefunden wurde sowie die Flugbahn der Kugel – dies alles unterstütze den Verdacht, dass der Navy-Offizier ermordet wurde.

Auch stellte der Ombudsmann einen krassen Widerspruch bei Pestaños Schusswunden fest. Der zweite Absatz der Resolution besagt, Pestaño wurde auf dem Bett liegend in seiner Kabine gefunden, mit einer einzigen Schusswunde an seiner rechten Schläfe …, aber auf Seite 3 der Informationen heißt es, das Opfer habe angeblich zwei große Schusswunden am Kopf.

Weiterhin bemerkte der Ombudsmann die Tatsache, dass das Schiff mit Pestaño zwei Stunden brauchte um das Navy Hauptquartier in Manila von Sangley Point, Cavite aus zu erreichen – eine Fahrt, die in der Regel nur 45 Minuten dauert. „Die unerklärliche Verzögerung von ca. 1 Stunde und 15 Minuten lässt vermuten, dass die längere Reise durch die Zeit bedingt war, welche die Beteiligten benötigten, um das Selbstmord-Szenario zu schaffen.“

Quelle: http://www.gmanetwork.com/news/story/244269/news/nation/ombudsman-files-charges-vs-10-navy-officers-for-1995-pesta-illing?ref=latest