Minglanilla: Versteckt die Kirche Straftäter?

15. Januar 2012 – Der Leiter des Priesterteams, der „Unbefleckte Herz Marias“ Gemeinde in der südlichen Stadt Minglanilla (Cebu), bricht sein Schweigen über mehrere Vorwürfe gegen Mitglieder seiner Kirche.

Fr. Scipio Delegero sagte, sie seien Opfer einer Schmutzkampagne, die von einer Gruppe ausgehe, die der Kirche die Kontrolle entreißen wolle. Gegen einzelne Mitglieder des Priesterteams wurden Vorwürfe erhoben, wegen Geldverleihs und sexuellem Fehlverhalten.

Delegero behauptet, das seien Lügen und irreführende Informationen seien den Medien von einigen wenigen zugespielt worden, darunter auch einigen Laienpriestern. Er sagte, das Team der Priester habe das Leben der Menschen berührt, indem sie ihre Lebensbedingungen verbesserten.

Delegero sagte, es ist bedauerlich, dass negative Kommentare gegen Priester im allgemeinen den Anschein erwecken, dass alle Priester Sünder seien. Dies sei nicht mal die Ehre einer Verteidigung wert. Er räumte jedoch ein, dass sie wie ein gewöhnlicher Mensch, auch Sünden begangen hätten. Sie unterzogen sich geistlichen Erneuerungssitzungen und lernten, was es für eine Person und einen Priester bedeute, dass Gott sie haben will.

Er sagte, mehrere Jahre seien sie keiner Gemeinde zugewiesen worden, bis der damalige Erzbischof Kardinal Ricardo Vidal ihnen eine zweite Chance gab und ihnen die Order gab, eine Gemeinschaft zu organisieren, die das Leben der Menschen berührt. Dies sollte auch als Heilungsprozess für ihre „Schwächen“ dienen.

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Wie das Gleichnis in der Bibel, so sagte er, zogen sie zu Kardinal Vidal als verlorene Söhne und baten ihn um Vergebung. Und obwohl sie es nicht wert seien, seine Söhne zu heißen, vergab ihnen der Prälat und nahm sie wieder in den Schoß auf.

Weiter sagte er, es gäbe 150 Gemeinden unter der Erzdiözese Cebu mit 376 Priestern und steigender Anzahl. So schlugen sie dem Kardinal vor, dass jeweils sechs von ihnen sich zu einem Priester-Team gruppieren. Delegero sagte, sie aßen zusammen, beteten zusammen und hatten eine geistliche Richtung.

Kardinal Vidal sah es als eine Gelegenheit, sie eine Kirche verwalten zu lassen. Aber zuerst mussten sie eine Kirche finden, die sechs Priestern Unterstützung geben konnte. Die „Unbefleckte Herz Marias“ Gemeinde in Minglanilla erfüllte die Anforderungen.

Die Kirchenführung fand in Msgr. Esteban Binghay einen Gemeindevorsteher, der 10 Jahre lang seiner Gemeinde diente und dann mit 72 in den Ruhestand ging. Die sechs Priester wurden in Minglanilla am 31. Januar 2008 eingeführt. Delegero sagte, sie hätten hart gearbeitet, um das Evangelium des Herrn zu verbreiten und sich um das Wohlergehen der Armen zu kümmern.

Sie errichteten einen gemeinsamen Fonds unter den Priestern, von dem ein Teil des Erlöses für wohltätige Zwecke verwendet wurde. „Unsere Aufzeichnungen zeigen, dass wir bereits 980.000 Pesos für die Menschen in Not für Lebensmittel und Medikamente verbraucht haben, unter anderem. Die Menschen in Minglanilla wissen dies.“ sagte er.


Auf Vorwürfe sie seien im Kreditgeschäft, sagte Delegero, die Erzdiözese hat ein ähnliches Programm, namens ‚Cebu Archdiocesan Program for Self-Reliance‘ (CAPSR). Er sagte, als zwei Personen jeweils 500.000 Pesos an die Kirche spendeten, sie den Betrag dazu verwendeten, um Gemeindemitgliedern, die für eine Unternehmensgründung Kapital benötigten, für zwei Prozent Zinsen (zur Deckung der Verwaltungskosten) Geld verliehen.

„Das war eine Gelegenheit für uns, unsere Gemeindemitglieder vor Kredithaien zu schützen. Wir gehen über die CAPSR Tradition, um die Menschen maximal zu unterstützen. Unser Ziel ist es, den Menschen zu helfen.“ sagte er.

Delegero sagte, als einer ihrer Priester vor kurzem in eine „Kontroverse verwickelt“ wurde, der „irrende“ Priester in ein „Intensiv-Programm“ zur Erneuerung in den Barangay Tumalog, Oslob, Cebu geschickt wurde. Er sagte, nur vier der 56 Priester haben eine Entlassung eingereicht. Des weiteren seien nur zwei Mitglieder in die Anschuldigungen beteiligt, aber ihre Gegner lassen es so erscheinen, dass alle von ihnen eine Schuld trifft.

„Wir beten, dass Gott diejenigen segnet, die uns ohne Basis und in einer unchristlichen Weise angriffen.“ sagte Delegero.

Anmerkung:
Die Gemeinde Minglanilla kam Ende letzten Jahres in die Schlagzeilen, als Priester angeblich mehrfach sexuelles Fehlverhalten zeigten. Dies hat Herr Delegero jedoch in seinem Interview ausgeklammert! Schade … Chance vertan. Bleibt zu hoffen, dass Wege gefunden werden, um die Bevölkerung und insbesondere Kinder, vor den „irrenden“ Priestern zu schützen!


Quelle: http://www.sunstar.com.ph/cebu/local-news/2012/01/15/minglanilla-team-ministry-leader-we-ve-spread-lord-s-gospel-helped-poor-2