Lebenslange Haft wegen „Begleitung“ minderjähriger Mädchen

25. Januar 2012 – Zwei Frauen wurden gestern zu lebenslanger Haft verurteilt, wegen Menschenhandel von acht Personen, davon die meisten Jugendliche, die als „Entertainer“ in einer Bar in Cebu City im Jahr 2008 arbeiten wollten.

Richterin Ester Veloso bestrafte auch Jillian Moring Ferrer und Dhayme Jamuad zu jeweils 2 Millionen Pesos Geldstrafe, nachdem sie für schuldig befunden wurden, den Republic Act 9208 bzw. den ‚Anti-Trafficking in Persons Act‘ von 2003 verletzt zu haben.

„Auf der Grundlage der Beschuldigungen durch die Zeugen der Anklage, die das Gericht als aufrichtig, ehrlich und schlüssig bewertet – entgegen dem bloßen Leugnen durch die Angeklagten – stellt das Gericht die Angeklagten als schuldig im Sinne der Anklage fest.“ urteilte Veloso, Vorsitzende des Gerichts.

Die beiden Sträflinge bestanden auf der Aussage, dass die Opfer diejenigen waren, die mit ihnen gehen wollten, um in Cebu mehr Geld zu verdienen. Behörden verhafteten Jamuad, alias Nikki oder Nikki Muring Ferrer und Ferrer, alias Candy, für den Transfer von acht Personen, meist Jugendlichen im Alter von 14 bis 17, die sie am 12. November 2008 nach Cebu City brachten.

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Ein 17-jähriges Mädchen sagte, sie traf Jamuad und Ferrer in einer Bar in Cagayan de Oro im November 2008. Sie arbeitete dort als Tänzerin in der Bar, als ihr Onkel, der auch als Kellner dort arbeitete, ihr erzählte, dass Jamuad und Ferrer nach Cebu aufbrechen würden. Das Opfer gab an, die beiden gefragt zu haben, ob sie mit ihnen gehen könnte, da die Bars in Cebu ein höheres „Gehalt“ anbieten würden.

Am 12. November 2008, kauften die Angeklagten Tickets und bestiegen ein Schiff nach Cebu. Als sie ankamen, näherte sich ihnen ein Mann und fragte nach ihrem Alter. Später kam ein Polizeiauto und brachte sie zur Polizeistation. Der Mann, der sie zuerst nach ihrem Alter fragte, entpuppte sich als Polizist. Der Rest der Rekrutierten die aussagten, erzählten ähnliche Geschichten.

Ferrer gestand in ihrer Aussage, in einer Bar in Cagayan de Oro als Tänzerin gearbeitet zu haben. Aber sie bestand darauf, die Opfer nie gefragt zu haben, ob sie mit ihr nach Cebu City zum Arbeiten gehen wollten. Ferrer sagte, die Opfer seien alle freiwillig mit ihnen gegangen, um mehr zu verdienen. Sie sagte, sie sei enttäuscht über die Vorwürfe gegen sie, weil sie selbst auch Opfer seien.

Jamuad bestritt auch die Vorwürfe. Wie Ferrer sagte Jamuad, sie hätten die Opfer nicht rekrutiert, sondern gingen nur mit ihnen nach Cebu, um mehr Geld zu machen. Sie bestand darauf, dass sie auch ein Opfer von Menschenhandel sei. Jamuad sagte sie verwendete die Aliasnamen Nikki oder Nikki Muring Ferrer, um den Behörden zu zeigen, dass sie Schwestern seien. Aber die beiden Sträflinge sind nicht miteinander verwandt.

In ihrem Urteil wies Richterin Veloso darauf hin, dass selbst wenn die Opfer ihre Zustimmung dazu gaben, mit den Sträflingen nach Cebu zu gehen, dies die Angeklagten nicht von der strafrechtlichen Verantwortung entbindet, basierend auf der Definition des Verbrechens. „Als qualifizierter Menschenhandel wird erachtet, wenn die Betroffenen Kinder sind und die Tat sich gegen mindestens drei Personen richtet.“ sagte Veloso.


Quelle: http://www.sunstar.com.ph/cebu/local-news/2012/01/25/2-get-life-terms-trafficking-202439