Entführer fordern 2 Mio. $ Lösegeld für Australier

5. Jan. 2012 – Der Australier, der Anfang Dezember von einer mutmaßlichen islamistischen militanten Gruppe als Geisel genommen wurde, hat in einem Video gesagt, seine Entführer forderten 2 Mio. US$ Lösegeld.

Warren Richard Rodwell, ein pensionierter australischer Soldat, sah blaß und gezeichnet in dem an seine Frau adressierten Video aus, welches auch australische Medien erhielten. Er kämpfte darin mit Emotionen und stolperte über seine Worte.

Rodwell galt als vermisst, seit er mit vorgehaltener Waffe aus seinem Haus in Ipil auf der unruhigen Insel Mindanao vor einem Monat entführt wurde. „Ich bitte meine Familie, die für meine Freilassung geforderten 2 Mio. US$ so schnell wie möglich aufzutreiben.“ sagte der unrasierte Rodwell in dem Video.

Er forderte die philippinische und die australische Regierung auf, bei der Zahlung des Lösegeldes zusammen zu arbeiten. „An die australische Botschaft hier in den Philippinen: dies ist die Bitte Ihres Wählers für sein Leben, seine Sicherheit. Bitte helfen Sie und geben der Gruppe ihre Forderung.“ sagte Rodwell.

„Die einzige Lösung, um meine Sicherheit zu gewährleisten ist, ihnen das zu geben, was sie fordern. Wenn mir ein letzter Wunsch gewährt wird, dann der, dass Sie mir bitte helfen, hier lebendig raus zu kommen. Bitte Frau Botschafterin.“ fügte er hinzu.

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Die Polizei fand Blutspuren am Tatort, als er entführt wurde, was auf einen Kampf hindeutet. Am Mittwoch sagte das philippinische Militär, dass Fotografien von Rodwell auch an seine philippinische Ehefrau durch einen Kurierdienst drei Tage vor Weihnachten, als Lebenszeichen geschickt wurden.

Der ‚Sydney Morning Herald‘ sagte, zusammen mit den Fotos gab es auch eine erste Lösegeldforderung der Entführer über 1 Million Pesos ($ 22.900), um die Kommunikation zu eröffnen sowie für „Kost und Logis“. Die Philippinische Armee sagte am Mittwoch, man gehe davon aus, dass die Abu Sayyaf, Rodwell gefangen hält. Die Bilder auf einer Memory Card, zeigen Rodwell mit einer Wunde an seiner rechten Hand.

Die australische Regierung, die eine langjährige Politik der Zurückweisung von Lösegeldforderungen für seine Bürger betreibt, hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die philippinischen Behörden zu unterstützen.

Entführungen für Lösegeld sind in den südlichen Inseln der Philippinen, wo militante Islamisten, Rebellen und Banditen hausen, weit verbreitet. Die Vereinigten Staaten, Australien und andere westliche Länder, haben ihren Bürgern empfohlen, nicht in solche Gebiete zu reisen.

Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/nation/regions/01/04/12/philippine-gunmen-seek-2m-ransom-australian